Dieter, die Elfe, und meine Jahresbilanz

Dieter, die Elfe

Dieter – das Lifestyle-Business lebt!

Liebes Internet!

Eigentlich stehe ich nicht auf diesen ganzen Gute-Vorsätze-Kram und so, aber heute ist es schon wieder 48 Stunden dunkel und ich warte seit morgens untätig auf den Paketboten. Wer da nicht in dumpfes Grübeln verfällt und/oder kaffeesüchtig wird, ist selber schuld. Igooor? Ich geh mal eben Kaffee kochen …

So, gleich wird’s besser. Also. Was hat meine Jahresbilanz jetzt mit Dieter zu tun? Heute morgen las ich das schöne Wort „Content-Recycling“ und stöberte in meinem Archiv, um zu sehen, was ich mal recyceln könnte. Und ich fand Dieter. Das Original ist schon lange verkauft, daher kann ich euch jetzt leider nur ein Foto von zweifelhafter Qualität bieten, aber ich denke, ihr seht, was gemeint ist: Dieter ist gelernter Versicherungskaufmann und seine Eltern haben sich immer gewünscht, dass er heiratet, ein Haus baut und was für seine Rente tut. Und Dieter hat lange versucht, diese Erwartungen zu erfüllen. Aber, wie wir in meiner Heimat Oberhausen sagen: Et kommt der Tach, da will die Säge sägen!

Und Dieter wollte eben Elfe werden, denn er scheißt auf Bausparverträge und Sicherheit, er steht auf Glitzer, Zauberstäbe und flauschige Kostüme. Dieter ist ganz er selbst. Das hat mir zu denken gegeben und ich ging in mich und lief da zwei Tage lang verwirrt im Kreis und fand nicht mehr raus. Und ich fragte mich: Frau Groka, wieso stehen Sie sich eigentlich immer selber im Weg? Weil … ja. Und dann kam die lange Liste. Weil ich verstaubter Avantgarde-Saurier in total überholten Strukturen denke und mir auch viel zu viel Fachwissen angelesen habe, das irgendwie mehr hemmt als nützt. Was total doof ist. Igor findet das auch, und wir sind ja selten einer Meinung.

Aber was mir in den letzten Tagen klar geworden ist: Als ich meinen ersten Blog startete, lang ist’s her, verstanden wir einen Blog tatsächlich noch im Sinne des Wortes – als ein Web-Logbuch. Und über was kann man in einem Logbuch schon schreiben, als über das eigene Schiff – drumherum ist ja sonst nix! Inzwischen hat sich die Bloggerwelt aber völlig gewandelt und es passieren total inspirierende, spannende Dinge. Und über die will ich schreiben. Auf der anderen Seite beobachte ich das Marketing von Autoren, Künstlern und anderen, die „alles richtig machen“ und ihre Blogs und Profile eben als reine Marketinginstrumente verstehen und ich habe mich da intensiv mit befasst. Und ich stelle fest: Das ist nicht mein Weg.

Natürlich möchte ich mit meinen eBooks Geld verdienen, und eigentlich möchte ich auch, dass mein Blog eine klare Linie hat. Ich will aber einfach keiner von diesen egomanischen Autoren/Bloggern sein, die ihren Blog nur benutzen, um darauf zu verweisen, wem sie diese Woche ein Interview gegeben haben und ansonsten auf allen Kanälen rumspammen, damit mal irgendjemand ihr Buch kauft. Oder ihr Bild, oder ihr was auch immer.

Abgesehen davon, dass ich mich frage, für wen das interessant sein sollte, fände ich diese Strategie auch stinklangweilig. Ich will mich nicht selbst reduzieren, um eine „Marke aufzubauen“. Wenn ich das tun müsste, käme mir meine Arbeit ja vor wie Arbeit! *gääähn*

Ich will eben auch selbst wieder ernst gemeinte Bilder malen und schräge Cartoons zeichnen, aber vor allem ich will endlich mal unter meinem eigenen Namen und für meinen eigenen Blog Filmkritiken schreiben, Bücher vorstellen, über andere Blogs berichten und lauter so Sachen, zu denen ich oft total viel Lust habe, bei denen ich dann aber denke, nee, dann hat ja dein Blog keine klare Linie, das verwirrt ja die Leser nur und blabla. Ich überlege seit Monaten, ob ich meine Schreiblust dann einfach auf mehrere Blogs verteilen soll, aber – hallooo? Sind Leser blöd und kommen nur zurecht, wenn im Blogtitel steht, dass es hier um Schuhcreme, Coaching oder Katzenfutter geht?

Igor und ich werden daher die Woche zwischen den Jahren nutzen, um dann eben „Die bunte Seite der Macht“ zu einer eigenen Marke umzubauen. Und dann kann ich endlich über alles schreiben, was mir in der Welt des Internets gefällt oder auch nicht, auf jeden Fall über all das, worüber zu schreiben ich Lust habe. Und wenn dann Leser auch mal meine eBooks kaufen, weil ihnen mein Stil gefällt, bin ich mir wenigstens selbst treu geblieben und hab mit meiner persönlichen Marketingstrategie was erreicht. Wie genau mein Blog dann in Zukunft aussehen wird, weiß ich noch nicht, aber ich hab ja einen Privatsekretär, der kann ja auch mal was machen. Igoooor?

Wir sehen uns also hoffentlich alle im neuen Jahr wieder, dann bei mir mit erweitertem Programm, neuen Kategorien und viel, viel mehr Freiheit und Spaß an der Arbeit als bisher! Und was hat eure Jahresbilanz ergeben? Schreibt mir einen Kommentar!

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Ein Kommentar zu “Dieter, die Elfe, und meine Jahresbilanz

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