Was treibt Frau Schmittenköttler da oder „Der kreative Freitag“

Karikatur David Michelangelo Kohlezeichnung

Kreativer Freitag: „Frau Schmittenköttler und David“ zur Spaßchallenge Malende Menschen

Liebe Gemeinde!

Wo fang ich jetzt bloß an? Das Schicksal hat mich überrollt, als mir die geniaaale Idee kam, einen Mitmach-Mal-Blog zu starten und prompt war Frau Groka rund um die Uhr beschäftigt. Vor allem, weil ich selbst wieder wie eine Wahnsinnige gemalt habe. Und das schönste ist: Seit ich den neuen Blog gestartet habe, war schon so viel los, dass ich es gar nicht geschafft habe, hier stolz zu verkünden, dass ich einen neuen Blog habe.

Jetzt bin ich aber da. Also hier. Und ich präsentiere stolz meinen Beitrag zum ersten „Kreativen Freitag“, einer Spaßchallenge zum Malen, zu der jeder – auch ihr hier, jawoll! – herzlich eingeladen ist. Einen hinreißenden Beitrag habe ich heute schon von Kerstin KEWA bekommen, einer Malerin, die ich vor dem neuen Blog-Projekt noch gar nicht kannte. Ich liebe den Kreativen Freitag!

Wenn einer von euch Lust hat, auch einen Beitrag zu malen, zu zeichnen, zu kneten, zu tanzen oder sonstwas, hier der Link zum neuen Blog Kreativkick, ich freue mir über jeden Teilnehmer an der Spaßchallenge ein Bein ab. Das Thema der Woche lautet „malende Menschen“.

Jetzt aber zu Frau Schmittenköttler! Die Gute hat im Foyer ihrer Stadtbücherei einen David entdeckt und sofort beschlossen, ihn zu zeichnen. Da es ihr aber unangenehm war, in aller Öffentlichkeit die edelsten Teile des Marmormannes zu malen, hat sie das Problem einfach kreativ mit einer formschönen Badehose gelöst! 😉 Wer auf dem Bild Frau Schmittenköttlers dynamischen Dackelmischling Waldemar vermisst – der Arme sitzt vor der Bücherei. Direkt unter dem Schild „Wir müssen leider draußen bleiben!“

Euch allen noch einen beflügelten Sonntag!

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Tanderadei!

Liebe Leser!

Schon, als ich heute morgen aufgestanden bin, wußte ich – irgendwas ist heute in Schräglage. Erstmal hab ich mir Duschgel auf die Murmel geschüttet und dachte „Na, suuuuper, Frau Groka, zu blöd zum Haare waschen!“ Es konnte also nur noch…anderser werden. Und dann wußte ich es plötzlich: Huch, mir ist so, äh…tanderadei! Ich will Blümelein malen!

Tja. Also, öhm, wer regelmäßig meine Artikel liest, der weiß: Aha, die Frau Groka ist eine verbitterte olle Spottdrossel! Ich mein, diesen Ruf hab ich mir schließlich hart erarbeitet! Und jetzt das…ein Liedchen pfeifend saß ich also am Sonnenplätzchen vorm Garagelier und auquarellierte Blümchen und Kräuter. Und dann kam auch noch die Briefträgerin auf den Hof und hat mich dabei gesehen! *schäm*

Danach hab ich dann aber gedacht „Gezz is au egal!“, und bin die verblühenden Rosen schneiden gegangen, um die Blätter in einem Körbelein zu trocknen. Vielleicht les ich heute Abend ein Hanni & Nanni Buch. Man weiß es nicht…das Landleben macht mich auf jeden Fall fertig! 😀

Ein Tag ist ein Tag ist ein Tag

Liebe Leser!

Heute bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden. *quengel* Erstens bin ich zu doof, um nach Noten Klavier zu spielen. Ich kann nur ohne Noten.

Zweitens mußte Igor sich den ganzen Tag in ein Schafskostüm quetschen, um Modell zu stehen für die Vorlage zu einem neuen Banner, und jetzt ist er stinksauer auf mich. Ich hab nämlich alle Skizzen zerknüllt und weg geworfen. Igor will jetzt eine Diät machen und ich zweifel an meinem Talent. Damit ihr aber trotzdem was zu gucken habt, blogge ich einfach die Fingerübungen der letzten Tage.

( verkauft )

Hier seht ihr einen monumentalen Schinken aus der Rubrik „Touristenkitsch“, ich find es aber eigentlich trotzdem irgendwie gut. Besonders die Details.

In dieses pastose Gespachtel kann ich mich stundenlang vertiefen, danach kann man aber auch stundenlang duschen. Ich weiß gar nicht, wie ich das immer mache, dass ich mir die Farbe bis in die Kniekehlen schmiere…

Dann hab ich noch ein paar Aquarellstudien vor mich hin fabriziert, einfach weil’s Spaß macht:

Die Scans sind leider völlig schlecht geworden und geben die Originale gar nicht wider, aber ich geh jetzt trotzdem einen Apfel essen…

Aus der Mitte entspringt ein…äh…

So, für einen meiner Lieblingsleser, den Herrn Resl aus Linz an der Torte, kommt jetzt die Interpretation zum Mittelteil von Waldemar, dem dynamischen Dackelmischling!

Also, auf diesem monumentalen Werk im Format 8 x 10 cm sieht man jetzt natürlich nicht Waldemars Mitte, sondern die seiner Leine.

Dann wollnwa doch ma loslegen! *räusper*

Das Werk „Waldi an der Leine“ präsentiert sich hier als unmittelbare Nachfolge der Interieurbilder von Hans Hohlkopf dem Jüngeren, allerdings ohne Interieur. Es kann also als klassischer Stilbruch in der Genremalerei gelten und symbolisiert durch das pulsierende Rot der Leine Waldemars innere Zerrissenheit im Kampf des Eros mit Thanatos.

Waldemar stellt sich uns also dar als die hundgewordene Rekapitulation der Einmündung von geschlechtlicher Not in die soziale Katastrophe des beginnenden 21. Jahrhunderts. Durch die düstere Morbidität der Farbgebung führt die Künstlerin hier konsequent fort, was sie in dem Werk „Wenn keiner guckt“ bereits angedeutet hat: ( Moment, ich muss eben mein eigenes Werk aus dem Internet klauen…*zunge in den mundwinkel klemm*… )

So, feddich! Wo war ich? Ach ja! Waldemar…äh…Beklemmung…Mist, jetzt bin ich raus! 😀

Öhm, eigentlich wollte ich heute auch über was ganz anderes referieren! Ich hab da nämlich…Moment…

Also, ich hab heute mit meiner Pastellkreide gespielt, und was liegt da näher, als einen Degas zu verhunzen. Was mein Scanner allerdings jetzt aus diesem Leinenkarton gemacht hat, ist mir völlig schleierhaft. Sieht voll sch…schrottig aus!

Auf jeden Fall wollte ich erzählen, dass Degas mich als Kind so fasziniert hat, dass ich als Berufswunsch entweder Pastellmaler werden wollte oder Starsky und Hutch.

Ich bin dann Frau Groka geworden, und an Bad-Hair-Days seh ich auch ein bißchen aus wie Detective Starsky, also sind eigentlich alle meine Träume wahr geworden. Das Leben ist schön!

P.S. Morgen bin ich übrigens auf einer Art „Dienstreise“, also, ich bummel mit dem Zug rauf in die „Bärenstadt“ Esens. Ich hoffe nur, dass mich da kein Bär angreift, im Norden hats ja nicht so viele Bäume, auf die man sich flüchten könnte, aber ich hab Bananenkuchen im Rucksack. Vielleicht kann ich die ostfriesischen Bären damit ablenken. Sonst werf ich halt mit Kluntje. *klonk*

Abendstimmung mit Waldemar

Das Triptychon des Grauens ( verkauft )

Liebe Leser!

Erstmal muss ich kniefälligst und von Reue gepeinigt Abbitte leisten, weil ich im Moment so wenig Zeit habe mich um diese Seite zu kümmern. Dafür gibt es heute gleich drei Bilder in einem.

Eigentlich war das so. Vor ein paar Tagen hatte ich drei Sekunden der Muße, die ich sinnvoll nutzte, um mir selbst beim Aufräumen der Materialkisten unten im Bücherregal den Fremdwörterduden auf den Kopf zu werfen. Wie genau ich das jetzt geschafft habe, äh….egal, meine Leser wissen ja, dass ich, *hüstel*, zur Ungeschicktheit neige, also, ähm, ich bin immer manchmal gar nicht so praktisch veranlagt, wie ich selber glaube.

Auf jeden Fall fiel mir dieses Wort auf den Kopf: Triptychon. Sofort hörte ich – halleluuuuuja! – die Engel singen und war extrem inspiriert. Es kann natürlich auch an dem leichten Schlag auf den Hinterkopf gelegen haben, aber ich visionierte sofort diverse Triptichen. ( Den Plural hab ich bei der Gelegenheit direkt nachgeschlagen, und es gibt drei, aber dieser gefällt mir am besten. )

Ich wollte auch schon so lange Waldemar, den dynamischen Dackelmischling, malen und was lag da näher, als ihm eine Figur aus der Reihe meiner alten Damen an die Leine zu legen.

Ja, ich weiß, in der Kunst sind junge Nackedeis ein beliebtes Sujet, aber ich finde ältere Damen als Motiv absolut umwerfend. Wenn erst der Gatte totgepflegt ist, der Sahnetortenkonsum nicht mehr spurlos vorüber geht, die Kinder gut verheiratet und wieder geschieden sind, dann, ja dann fängt das Leben an!

In diesem Fall mit Waldemar.

Weil das Foto jetzt leider aufgrund des seit drei Monaten nicht mehr aufgetauchten Tageslichts nicht so der Hit ist, habe ich die „Hauptteile“ des Werkes einfach mal eingescannt:

Durch die perspektivische Hinwendung Frau Schmittenköttlers zum Betrachter des Bildes stellt die Künstlerin hier eine unmittelbare Konfrontation her. Betrachten wir das Bild, oder betrachet das Bild uns? Und haben wir letzten Samstag auch brav die Treppe geputzt? Der sowohl kalte als auch warme Lichteinfall aus zwei unterschiedlichen Quellen symbolisiert hier Frau Schmittenköttlers emotionale Ambivalenz in nachgeradezu naturalistischer Dramatik.

Frau Schmittenköttlers emotionale Hinwendung zu Waldemar, dem dynamischen Dackelmischling, findet hier ihren Niederschlag in der Einwirkung des warmen Lichteinfalls bei gleichzeitiger geistiger Abwendung ( siehe Blickrichtung ). Waldemar selbst verkörpert hier den stillen Helden, der tut, was ein Flohtaxi tun muss. *kratz* Die auf „Ohrzwang“ hindeutende Körperhaltung unseres Antagonisten demonstriert seine latente Abneigung gegenüber dem Zustand des Angeleintseins, wodurch sich Entfremdung und Bindung gleichermaßen selbst abstrahieren.

Aaah, das tat jetzt gut! Weiß gar nicht, wieso meine Deutschlehrer immer meinten, ich interpretiere am Thema vorbei, das mit dem Geschwafel klappt doch super!

Ich wußte beim Pinseln jedenfalls nicht, was das Bild alles aussagt…