Der gemeine Quastenflosser

Liebe Leser!

Heute wollen wir uns mit dem gemeinen Quastenflosser ( Piscis troddelosum vulgaris ) befassen, der auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet wird. Unsere Gisela hier z.B. wird  bald 498 Jahre alt und ist immer noch topfit!

Wegen seiner hohen Attraktivität für die Hersteller von Chinarestaurant-Lampen ist der Quastenflosser vom Aussterben bedroht. Wieder was gelernt…

 

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Muss Liebe schön sein…

Liebe Leser, sehr geehrter Herr Yps!

Tja. Das haben wir jetzt davon, wenn Sie mir mit Ihren Anekdötchen um die Ecke kommen. Datt sind Jupp und Matta, seit 58 Jahren glücklich verheiratet, und auffem Wech inne Zitty, für zum Rente auffen Kopp haun.

Also, mir riet mal eine alte Dame „Werdense bloooß nicht alt!“ Ich grübel heute noch, wie die das gemeint hat…

Zur Hilfe! Ich mutiere!

Liebe Leser!

Ich muss jetzt mal ein hochnotpeinliches Geständnis ablegen! Also, äh, ich bin ja immer sehr darum bemüht, das Klischee vom chaotisch-romantischen Künstlerhaushalt aufrecht zu erhalten. Also, um ehrlich zu sein, ich bin jetzt nicht sooo der Putzteufel.

Ich hab auch mal mit einer, öhm, ja, wie nennt man das, mit einer „älteren Dame“ im Haus gewohnt, die hat mit einem herzförmigen pinken Putzeimer und einer Zahnbürste bewaffnet die Briefkästen geputzt und mir im Kasernenhof-Ton zugerufen „Putzen muss ja Spaß machen!“ Und dann hat sie mir noch ganz stolz erzählt, dass sie pinke Herzchen-Eimer in drei Größen hat.

Damals hab ich noch ( ansatzweise verstört ) darum gebetet, dass der Rock’n’Roll in meinem Leben niiiemals ausgehen werde und ich mich an Putzeimern erfreuen muss.

Jetzt hab ich aber gestern…also, ich hab mir diese niedlichen Lappen mit Blümchen drauf gekauft, weil, ähm, die waren im Angebot und…also, ich bin dann doch ganz schön zusammen gezuckt, als ich diese manisch grinsende Frau erblickte, die da fröhlich pfeifend und stolz auf ihren bunten Blümchenlappen meinen Badezimmerspiegel putzte…

„Gezz isset so weit!“, hab ich gedacht, „Bald holense mich ab!“

Demnächst halte ich noch Fernsehwerbung für eine Verbraucherinformation…

Die Bahn kommt. Manchmal.

Liebe Leser!

Haben Sie das gehört? Die Deutsche Bahn ist 175 geworden. Tjaja, vor 175 Jahren hat der „Adler“ seine erste Strecke aufgenommen, und die Kühe am Rande der Gleise haben trotzdem noch Milch gegeben. Grund genug für die Bahn, mit Frau Merkel ( in gedecktem Plüsch ) eine Feierstunde abzuhalten.

Da schließ ich mich doch einfach mal mit einer Dankesrede an: Liebe Bahn, vielen Dank für die 175 Monate meines Lebens, die ich mit eiskalten Füßen auf zugigen Bahnsteigen verbringen durfte, um auf den Zug zu warten, der voraussichtlich mit wenigen Minuten Verspätung eintreffen wird!

Deshalb rufe ich allen, die gerade auf ihren Zug warten, zu: Haltet aus! Die Bahn kommt! Vielleicht.

Wenn der Postmann zweimal klingelt…

…muss ich im Nachtpolter anne Tür! Jetzt mal ganz ohne Witz, liebe Leser! Ihr glaubt ja gar nicht, was mir gestern wieder passiert ist!

Also, äh, seit Jaaahren arbeite ich jetzt dran, sämtlichen Kindern der Nachbarschaft beizubringen, dass sie mich am Sonntag nicht um neun rausklingeln sollen, weil sie Langeweile haben, wenn die eigenen Eltern ausschlafen wollen. Ich bin nämlich, auch wenn Kinder das im Umgang mit mir ganz gern mal vergessen, auch schon groß, also, ähm, ich bin eine RESPEKTSPERSON und darf sonntags ausschlafen! *schrei*

Als das dann gestern noch vor dem ersten Kaffee klingelte, mutierte ich also fix zum Werwolf, ließ meine Augen rot aufleuchten und riss in meinem autoritär anmutenden Flanellpyjama mit rosa Snoopys drauf bedrohlich knurrend die Tür auf.

Vor mir stand er. Ein überdreht grinsender Paketbote, mit roten Backen und Eiszapfen an den Ohren. Ich hoffe nur, der Schnee an seiner Nase war echt… Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen und stammelte „Am heiligen Sünnach?“

Stolz hielt er mir mein bestelltes Päckchen unter die Nase und rief aus: „Ich hab gerade einem Kunden erzählt, heute wär Montag, der zieht sich jetzt an und geht zur Arbeit!“ Dann rollte er manisch lachend die Treppe wieder herunter…

Ach so, vorher drückte er mir noch ein Paket für die Nachbarn in die Hand, die durften nämlich ausschlafen…

Mein Euro-Rettungsschirm

Also, das war so. Vor ein paar Tagen habe ich an einem dieser kostenlosen Lotto-Spiele im Netz teilgenommen, wo man als Gegenwert für die Teilnahme dann nur ungefähr 400-Spam Gutscheine für Versandhäuser löschen muss, wo man sowieso nie was bestellen würde. Jau, hab ich gedacht, für eine Million kann ich meine Mail-Adresse ruhig verhökern, schließlich hat ja jeder seinen Preis.

Dann hab ich aber, quasi zur magischen Verstärkung, um meine Chancen zu erhöhen, das gute alte Ruhrgebietsgebet vor mich hin gemurmelt. Nein, diesmal meine ich nicht „Herr, lass Schalke Meister werden!“, sondern: „Heiland, schmeiss Geld runna, darf au‘ Hartgeld sein!“

Dann fiel mir aber ein – wenn mein Gebet jetzt tatsächlich erhört wird – dann krieg ich ja eine Million in Hartgeld auffen Kopp!

Also habe ich flux den Euro-Rettungsschirm aufgespannt! Und jetzt steh ich da so rum, und warte…

Wann benachrichtigen die einen eigentlich, wenn man die Million gewonnen hat?