Monumente im Deich

Mount Wiesmoor

Liebe Leser!

Die Deichbaukunst ist in Ostfriesland ja echt weit vorne. Deswegen haben sich die Leute in Wiesmoor wohl gedacht „Jau, da schnitzen wir doch noch was rein!“

Deswegen sehen wir hier Onno, Okko, Jelte und Klaas, die Präsidenten des örtlichen Baumschullehrerverbandes. Wenn das keine Touristenattraktion ist!

Das Beste am Norden…

…sind unsere Deiche

Liebe Leser!

Jetzt kommt noch das eigentliche Bild des Tages. Poppe und Gesa haben beschlossen, es sich richtig gut gehen zu lassen. Wiederkäuen kann man schließlich auch im Liegen. Kein Stress, keine Meetings, kein anderer Deich. 😀

In Echt ist der Schinken 30 x 70 cm groß, also schon so richtig watt für zum quer überm Sofa. Wieso das Foto jetzt so grisselige Streifen hat, ist mir allerdings nicht ganz klar. Ich hoffe nur, Poppe und Gesa haben das Gras wirklich gefressen, nicht geraucht…

P.S. Hm. Jetzt, wo das Bild online ist, sind die Streifen weg. Ich hoffe, ich hab das Gras nur gemalt…

Frau Groka in: Lawrence von Arabien!

Verehrtes Publikum, liebe Leser!

Welcher Tag ist eigentlich heute? Ich weiß vor Arbeit gar nicht mehr, wohin, oder woher. Oder welcher Spezies ich angehöre. Aber heute habe ich es zum erstenmal, seit ich in Ostfriesland wohne, an den Strand geschafft. Und ich gebe offen zu: Ich bin ein Weichei und mit dem Bus gefahren. Fahrräder fahren nämlich heute alle rückwärts. Bei dieser Expedition habe ich also gelernt: Wenn in Esens Wind ist, ist in Bensersiel Sturm.

Also, nicht, dass es nicht toll gewesen wäre, die Füße ins Watt zu stecken ( und nicht mehr raus zu kriegen *schlurp* ), den Möwen beim Kekse erbeuten zuzusehen und mir und den Frolleins in meiner Begleitung mit meiner Strandkarte für Esenser freien Eintritt zu verschaffen. Aber der Sandsturm! Harejassisnäää! Die vier Euro, die ich in einen Strandkorb investiert habe, waren die bestangelegtesten Euros meines ganzen Lebens, ich schwör mit Blut! Erstmal kam mein im Rucksack dreifach verpacktes Butterbrot als Sandkuchen wieder raus. Weil jetzt aber Dreck den Magen scheuert, hab ich gedacht: Rein damit! Schließlich hatte ich Kohldampf. Ihr wißt schon…die frische Luft und so. Das hat auch fast gar nicht geknirscht beim Kauen. Dann hab ich aber, weil ich mich nicht getraut hab, meine Kamera in den Sandsturm zu halten und Motive zu fotografieren, mein Skizzenbuch ausgepackt und festgestellt, dass man sehr interessante Effekte erzeugt, wenn man mit weichen Bleistiften auf Sand arbeitet. Äh…das war wirklich abenteuerlich. Die Igors, die ich skizziert habe, sahen alle aus, als wären sie in der Pubertät. Voller Pickel.

Ich hab dann gequengelt und wollte zurück ins Atelier, aber die Jugend von heute wollte noch einen Graben ausheben, auf die Trampoline, in das Kletternetz, ins Watt etc.  und wer saß dann festgetackert stundenlang im Strankorb und mußte die Taschen hüten? Die liebe Frau Groka! *nörgel*

Eine Zeichnung hab ich dann doch noch zustande gebracht…ich weiß nicht, ob man den Schnappschuss aus meinem Skizzenbuch jetzt erkennen kann, aber, ja, äh, das bin ich. Ich habe eine Düne angesetzt. Schade nur, dass man auf dem Bild nicht die Beduinen sieht, die kurz danach vorüber gezogen sind…

Das Ostfriesenteemädchen

Lieber Herr Resl, Herr Yps, und alle wie’se da sind!

Nachdem eine hinterhältige Hexe auf mich geschossen hatte und ich mich mit einem Körnerkissen auf dem Buckel vergnügen durfte ( das kommt davon, wenn man nachts bei offenem Fenster lecker am Rechner hockt und rumprotzt, dass man jetzt wieder ganz viel bloggen wird, und dann kriegt man Zuch und peng! ), gibt es heute endlich wieder was lustiges zu berichten.

Ich bin nämlich jetzt Ostfriesenteefrollein! Das wollte ich immer schon mal werden wenn ich groß bin, aber im Pott sind die Brotjobs in ostfriesischen Teestuben ja nun mal rar gesät. Gestern hatte ich meinen ersten Tag und durfte professionell Ostfriesentee zapfen, in einer riesigen Diele von 1851, mit Kamin!, sehr muckelig. Als ich die 5000 Teekännchen im Schrank gesehen habe, bin ich hyperventilierend hinten über gekippt und dachte „Gezz isset so weit, gezz bin ich inne Puppenstube, die ich mir früher nie leisten konnte!“

Ich wollte dann eigentlich gar nicht nach hause und in meiner Diele weiter machen, in der, die wo mal das neue Atelier wird. Da bin ich nämlich gerade damit beschäftigt, dieses hundert Jahre alte Wunderwerk der windschiefen Technik zu entrümpeln, und das ist ein bißchen so wie in einem Horrorfilm aus den Achtzigern – man hat immer ein bißchen Angst, Lebensformen aufzuschrecken, die dann die Weltherrschaft an sich reißen, und dann bin ich schuld! Bis jetzt hab ich aber nur 14.384 Spinnen in allen Formen und Farben aufgeschreckt. Die rennen dann immer schreiend auseinander und finden mich voll ekelig, weil ich so riesig bin und nur zwei Beine und einen Akkuschrauber habe.

Naja, äh, irgendwie werden wir uns schon arrangieren, die Spinnen und ich. Als Erfolgsmeldung kann ich noch vermelden, dass die ersten selbstgesäten Radieschen und Erbsen aus dem Boden gucken, den ich Ostfriesland mit dem Spaten abgetrotzt habe. Das Problem ist nur: Ich hab aber jetzt Hunger! Diese verdammte Landluft… Ich könnte mich auch schon wieder hinlegen… *schnarch* …

Im Norden ist alles…

…eine Frage der Perspektive!

So, liebe Gemeinde, jetzt versucht Igor, sich mit einem Trompe-l’oeil in den Vordergrund zu drängeln. Trompe-l’oeil ist aber kein Plattdeutsch, sondern Französisch. Wörtlich übersetzt heißt es ungefähr: „Trompe-l nischt immer auf meine Nerven ‚erum, du oller Pingüin!“ Naaahain, Quatsch, ich hab euch veräppelt!

Trompe-l’oeil heißt so viel wie „Täusche das Auge!“. Eine illusionistische Maltechnik, bei der durch geschickte perspektivische Darstellung Räumlichkeit erzeugt wird. Das gab es angeblich schon in Pompeji. Und ich finde, es funktioniert prima! Wenn man beim Malen ein bißchen an der Perspektive schraubt, kommen da tatsächlich die dollsten Sachen bei raus. Man sieht gar nicht, dass Igor rechts vom Leuchtturm steht!

Jahaaa, da können Sie jetzt mal schön drüber nachdenken! Hehe!

Mit dem weißen Sand der Sympathie…

Keno de Fries, Direktor der Robbenbank

Liebe Leser!

Nachdem Igor hier gestern das Geschehen an sich gerissen hat, muss ich einiges richtig stellen! Das stimmt nämlich gar nicht, dass ich mich selber an die Leinwand geklebt habe, glauben Sie diesem Pinguin kein Wort! Er hat mich hinterhältig mit frisch gebratenen Reibekuchen in die Küche gelockt und dann da eingesperrt, so war das!

Aber jetzt bin ich ja wieder da, und was soll ich sagen – die Vorbereitung der „Ostfriesland-Kollektion“ läuft auf Hochtouren! Hier sehen wir jetzt zum Beispiel Keno de Fries, dem die Leitung der Robbenbank nur deshalb angetragen wurde, weil er der einizge war, der eine Krawatte hatte, und ohne die geht ja im Bankgeschäft gar nichts. Tja.

Keno gibt es demnächst natürlich auch als Postkarte im Online-Shop, aber ich kann euch sagen…es gibt ja so Tage…alles ist fertig, das Motiv ist gemalt, die Datei gesetzt, die Papierschneidemaschine steht bereit, und watt is? WATT IS? Alle vier Drucker fallen aus! Jetzt mal ohne Witz, die wollen mich doch verkaspern!

Ommmmmmmmm…