Finde den Fehler!

Liebe Gemeinde!

Heute seh ich wieder aus wie die Königin der Ferkels, was eigentlich auch schon wieder eine Zeichnung wert wäre… Jeder Kreative unter meinen Lesern kennt das – wenn die Werke fein und sauber sind, ist man selber porentief dreckig. Aber am allerallerfiesesten ist ja Pastellkreide. Dieser bunte, feine Puder ist wie das Böse – immer und überall. Besonders unterhaltsam ist Pastellmalerei, wenn man mit einer himmelblauen Nase und grüner Stirn dem Briefträger die Tür aufmacht und der einen anguckt, als wüsste er nicht genau, ob man nun ein Picasso ist oder einfach zu blöd für Lidschatten. Leiden für die Kunst!

Naja. Auf jeden Fall hab ich am Wochenende so viele Pastelle geschmiert, das jetzt ein kleiner IQ-Test dabei heraus kam. Welches Motiv paßt nicht in die Reihe? Als Tipp kann ich ja noch geben, dass ich sturmfreie Bude hatte und mich mit meinen Strandidyllen am Küchentisch ausgebreitet habe, weil, äh, von da hat man ganz guten Blick auf den Fernseher…

Zur Beruhigung meiner Mitbewohner möchte ich aber noch erwähnen, dass ich die 3 cm dicke Pigmentschicht akribisch wieder vom Tisch entfernt habe, bevor ich den Brotteig geknetet habe! Landleben ist wirklich der puuuure Stress! 😉

Koan Neuer…

Liebe Leser!

Heute seht ihr mich völlig aufgelöst und verdattert! Ich Depp hab mir den Tag versaut und mir die Pressekonferenz mit Manuel Neuer angesehen. Manutu, der Gott des sauberen Kastens, verläßt Schalke. Ich mein – hat der sich mal überlegt, was jetzt aus mir werden soll? Wenn Senor Raul jetzt auch noch alt wird, hat die Sportschau ja gar keinen SINN mehr! Unfassbar…

Und dann les ich: Er denkt über die Bayern nach. Also, wenn ich über die Bayern nachdenke, dann denk ich „Die Spacken! Diese aufgeblasenen Angeber!“, aber der Herr Neuer? ( Der ist ab jetzt nicht mehr uns Manu, sondern der Herr Neuer. Ich kenn den gar nicht mehr! )

So! Aus Rache hab ich den Manu, äh, den Herrn Neuer, eben schnell ganz lieblos in Kohle gekritzelt. Ich hab mir nicht mal Mühe geben! Da hasset, Herr Neuer! Pah! Demnächst wechsel ich mal den Verein, und dann…dann werd ich Gladbach-Fan!

Oder lieber doch nicht…?

Ich hasse Fußball! Meine Nerven…

Schuld und Sühne!

Der Linolschnitt des Grauens…

Liebe Leser!

Also, da hat mich doch jemand gefragt, ob es zu meinem Bild von Dimitri Karamasow auch ein Bild vom Autoren gibt. Angefügt ist ein Link, der tatsächlich zu einer großartigen Sammlung von Dostojewski-Portraits jedweder Sorte führt. Das macht voll Laune, sich da durch zu klicken!

Jetzt hab ich mir aber gedacht, hmmm, Dostojewski-Portraits gibt es wohl wirklich genug, was ich aber seit Jaaahren machen will…nee, ich muss andersrum anfangen. Seit ich zum erstenmal die Filme von „Wallace und Gromit“ gesehen habe, und das ist laaange her, spukt mir im Kopf herum, dass ich unbedingt mal ein Portrait machen will von Fido Dogstojewski. Denn ( Kenner erinnern sich ), als Gromit im Knast gelandet ist, liest er „Crime and Punishment“ von Fido Dogstojewski. Dass außer mir noch jemand die Logik erkannt hatte, dass ein Hund im Knast Dogstojewski lesen muss, hat mir damals tiefen inneren Frieden geschenkt. Ich fühlte mich als „dogstojewskischer Charakter“ ( also als Idiot ) nicht mehr so allein auf der Welt! *schnief*

Tja, und daran haben mich diese ganzen Dostojewski-Portraits erinnert und ich wußte, was ich mit der Linolschnittschnitz… Linolschnitzel? Na, mit dieser Platte, die hier seit Tagen rumliegt, zu tun habe!

Jetzt mal ohne Witz, Linolschnitt hab ich seit der Schule nicht mehr gemacht, und damals hat einem ja auch kein Mensch gesagt, dass man die Platte einfach mal auf eine Wärmflasche legen kann, damit die weich wird und sich überhaupt verarbeiten läßt! Aber auch wenn man das Material anwärmt, man fühlt sich schon so ein bißchen wie Käthe Kollwitz an einem schlechten Tag, wenn man da *gnnnnnnn* mit zusammengebissenen Zähnen in dem Zeug rumschnitzt. Kein Wunder, dass Linolschnitte irgendwie immer ein bißchen verhärmt aussehen…

Dimitri Karamasow

Weiter geht’s mit 2011! Ich starte ins Jahr mit einem Portrait von Yul Brunner in der Rolle des Dimitri Karamasow. Und weil Dostojewski an sich ja oft schon verzettelt genug ist, hab ich mich als Technik für eine schlichte Lavierung, also für ein „einfarbiges Aquarell“ entschieden. Eine Technik, bei der das Ergebnis immer so einfach aussieht, aber ich staune jedesmal, wo die Zeit hin ist, wenn ich mich  in eine Lavierung vertieft hatte…

Als lustiges Detail ist mir bei der Verfilmung der Brüder Karamasow von 1958 übrigens aufgefallen, dass der jüngste Bruder, Alexei, Aljoscha, Brüderchen!, also, äh, der wird von William Shatner gespielt. Von einem blutjungen Captain Kirk. Und ich muss sagen, diese schwarze Popenkutte stand ihm wirklich besser als hinterher der bunte Schlafanzug auf der Enterprise…

Oscar Wilde

Heute gibt es eine Lavierung von Oscar Fingal O’Flahertie Wills Wilde. Ich hab mir dann beim Pinseln so überlegt…ich habe eindeutig zu wenig Vornamen! Einen einzigen, um genau zu sein! Ich denke, ich werde mir noch ein paar interessante Vornamen ausdenken müssen…

Illustration Friday: Afterwards

Mein Gott, schon wieder Freitag, Zeit für „Illustration Friday“, wo ist die Woche bloß wieder hin! Und das Thema lautet heute „afterwards“, also, Pola Negri raucht hier eine nach dem Essen, dass hier keine Missverständnisse aufkommen und hinterher auf meinem Blog immer so Fensterchen aufgehen: „Wollen Sie diese unglaublich jugendgefährdende Seite wirklich öffnen? Bedenken Sie: Google SIEHT Sie!“ *schluck*

Äh, bei Negris gab’s übrigens heute Tüfften mit Kaliningrader Klopse! War lecker!

Rudi Valentino

Heute kommt quasi das Gegenstück zu Tilda Swinton, Rudolf Valentino, die pinke Puderquaste des amerikanischen Stummfilms. Aber in Kohle gefällt er mir einfach nicht…ich hätte ihn mit weichen Bleistiften anlegen müssen, aber mit ganz weichen!

Rudi, komm nomma bei mich bei…*kritzel*

Humpy mit ohne Kiste

So. Heute kann man mir sicher wieder vorwerfen, dass ich einen Clown gefrühstückt habe. Wenn man will. Ich mußte aber einfach mal künstlerisch mit einem verrutschten Bildausschnitt darauf hinweisen, dass der Herr Bogart, den ich ja für sein verknautschtes Furchengesicht sehr schätze, ja in echt voll der Knirps war. Also, da war nach oben noch Luft!

Es geht ja das Gerücht, dass er sich immer dann, wenn es romantisch wurde, auf eine Kiste stellen mußte, damit seine Filmpartnerin zu ihm aufblicken konnte. Das hörte sich dann ungefähr so an: „Ich schau dir in die Augen, Moment, ich muss eben auf meine Kiste steigen, Kleines!“ Leider ist das in der deutschen Synchronfassung ein bißchen untergegangen. Aber dann wurde geknuuuutscht, als gäb’s kein Morgen! Und dann sagt die Ingrid so: „Du wirst jetzt für uns beide denken müssen!“ Hach, ist das romantisch…

Aber dann, hinterher, als Humpy in der Maske war, mußte sie dann doch lachen…