Der IQ-Test der Hebamme

Das Sonntags-Cover: Der IQ-Test der Hebamme

Der IQ-Test der Hebamme

Liebe Leser!

Heute habe ich mal wieder mit GIMP gespielt. Habt Ihr geglaubt, es gäbe schon genug Hebammen-Romane? Ha, da habt Ihr nicht mit Frau Groka gerechnet! Das Cover ist ein erster Entwurf für meine Satire-Serie „Cover, die die Welt nicht braucht“. Oder so. Das musste heute einfach mal sein! 😉

Spirituelle Erleuchtung für ALLE! *schrei*

Frau Groka beschwört Saturn im 8. Haus

Liebe Freunde der brotlosen Kunst!

Nachdem ihr mit mir durchleiden musstest, wie ich für minimalen Reichtum mein Gehirn zu waschen gezwungen war und dann auch noch die Begegnung mit der Hexe hatte, fiel mir heute ein Buch in die Hände, welches ich vor ein paar Monaten im Second Hand Lädchen von Esens mitgenommen hatte. Ich hatte damals 50 Cent investiert, weil auf dem Titel stand, dass dieses fundamental(istisch)e Werk mir verraten wird, wie ich reich werde. Allerdings nicht mit Gottes Hilfe, sondern mit der andern. Also, äh, Knochen schmeißen, Sterne schubsen etc. Und ich dachte so: „Das sieht doch noch gut aus, wenn ich das für 2 Euro verticke, hab ich, äh…viele Prozente Gewinn!“

Dann hab ich das aber, wie ich halt so bin, einfach vergessen. Als ich aber heute morgen aufwachte und mindestens gefühlte 173 Jahre alt war, streckte ich mit einem kinskiesken Stöhnen den Arm aus, um in einen Stapel zu greifen, der meinen Gehirn Beschäftigung verschaffen könnte und hatte den Orakel-Wälzer in der Hand. Schön bunt, auch mit Aquarellchen. Ja, und, was soll ich sagen, dann hab ich mich mal schlau gemacht. Dazu musste ich auf einer Sternzeichen-Uhr rückwärts zählen, was mir allerdings sehr gelegen kam, denn als Linkshänder finde ich sowieso, dass die Uhr immer genau falschrum geht. Jedenfalls habe ich dann – alles rein wissenschaftlich! – ermittelt, dass Saturn durchs achte Haus muss, und ich werde reich. Dann hab ich natürlich sofort nachgezählt, wie oft ich schon umgezogen bin, und ha! Ich bin gerade im 8. Haus, wenn das kein Glück ist! Jetzt brauche ich nur noch einen Saturn, der hier mal durchwandert, dann wird alles gut. Also. Sollte irgendwo da draußen ein Leser sein, der Saturn heißt – einfach melden!

Lyrik tut weh!

Tai Chi für Senioren

Liebe Leser!

Freitag Abend hab ich mir den Kopf angestoßen und mir dabei einen sehr schmerzhaften Lyrik-Erguss zugezogen. Die ganze Nacht ging das so, und gestern hab ich dann den ganzen Tag Illustrationen gekrickelt. Deswegen müsst Ihr das Elend jetzt mit mir teilen. Und das Notizbuch ist noch voll! Weiß gar nicht, wann ich das alles noch abarbeiten soll! Öhm, die Drucke stehen übrigens schon im Shop, also tut Euch keinen Zwang an, ich glaub, der Kater muss zum Tierarzt, das wird wieder teuer, und den Hühnerstall wollen wir ja auch noch bauen. Ich weiß einfach nicht, wo mir der Kopf steht, oder liegt der noch hinten im Garagelier? Ich muss weiterdichten! KAFFEE! *schrei*

Richtig falschem Deutsch – Den Appendix

Hier ist jetzt kein Bild, weil das gerade zu dunkel ist zum Zeichnen. Ist aber vielleicht auch besser so.

Liebe Leser!

Ich weiß, ich müßte ja längst im Bett sein, aber ich hab gerade so einen Lauf und muss ja auch noch brav mein Alkoholfreies austrinken, nä? Und wo wir hier gerade so gemütlich zusammen sitzen, kann ich auch noch erzählen, was heute nicht mehr in meinen Zwischenspeicher paßte, bis der wieder leer war. Das war nämlich so. Meine Mitbewohnerin kam um die Ecke und hatte im Text einer alten Ballade einen Tippfehler gefunden. Der Satz lautete also:

„Als ich einst ging im Morgengrauen, kam ich an einem alten Baum“

Ja. Ähm. Vielleicht ist der Satz auch tatsächlich so gemeint, ist aber jetzt für einen Morgenmuffel wie mich nicht sooo nachvollziehbar. Und, also, ich mag Bäume schon sehr, aber eben nicht auf die Art…einerlei! Wir lachten uns kurz kaputt, dann wurde diszipliniert weiter gearbeitet. Dann hatte ich aber gerade meinen kleinen daily walk und schalönderte so in Richtung Altstadt, da stehen da Bäume. Und – das ist mal wieder voll peinlich – aber mich überkam ein präpubertärer Lachanfall. Ich fragte also einen Baum: „Ist das ein Stamm oder freust Du Dich so, mich zu sehen?“. Voll albern. Wir hatten da nämlich letztens wegen…ich weiß gar nicht mehr, Commander Mc Lane oder Humphrey Bogard? Irgendjemand hatte eine Kanone, als wir gerade…äh…die Profis guckten? Ich bin verwirrt, auf jeden Fall hatten wir gerätselt, welcher Depp mit diesem unsäglichen Satz eigentlich angefangen hatte. Und jetzt mußte der arme Baum sich den anhören, weil Frau Groka mal wieder albern war!

Dann fiel mir aber ein…soll ich das wirklich erzählen? Äh…weil, ich hab doch mal was viel schlimmeres verbrochen als „Ich kam an einem Baum.“ Das war nämlich so. Ich war jung und brauchte das Geld und, äh, also, ich hatte da einen Brotjob in so einem Schreibwarendiscounter und saß da mehrmals in der Woche von 10 bis 20 Uhr in dieser engen Kasse eingeklemmt. Damals schon schwante mir, dass ich ein verkantetes Genie bin, aber das nur nebenbei.

Besorgt hatte mir den Job mein alter Kumpel, der Herr W., der dann später zum Walter Matthau des deutschen Autorenkinos avancierte. Und der Herr W. und ich – wir haben immer gerne falschen Deutsch. Also, gesprochen. Leidenschaftlich gern. Ausufernd bisweilen. Und Herr W. gehörte eigentlich ins Lager, also, nicht ins Gulag ( „Wollen Sie Gulag durch Gulasch ersetzen?“ – hat mich mal ein Rechtschreibprüfprogramm gefragt, ich schwör mit Blut! ), also…wo war ich denn jetzt?

Ihr müßt mir verzeihen, liebe Leser, aber ich bin heute so absurd, ich lieg schon wieder vor Lachen unterm Schreibtisch und weiß gar nicht, warum…also, der Herr W. kam dann immer längsseits, um mich zu bespaßen, was sehr galant war. Alte Schule eben. Immerzu rief er „Ich komm gleich zu Sie!“ oder „Kann ich Sie helfen?“ – watt man halt so sacht, wenn man als Ladenfrollein reüssiert. Auf jeden Fall machte der W. mich ganz kolone in der Rübe.

Und dann kam da dieser, ja, ich sag mal „ältere Herr“, ein angegrautes Semester eben, und ich, jung und naiv!, sitz da eingeklemmt in meiner Kasse und denk „Ach guck ma, der arme Oppa sieht ganz verwirrt aus!“ und dann ruft die Frau Groka lauthals quer durch den Laden: „SIE KÖNNEN AUCH HIER KOMMEN!“

*schäääääm*

Na gut, morgen mal ich euch ein Bildchen, wie die Frau Groka dann da saß, in dem knallroten Poloshirt mit dieser „Tragen Sie hier den bürgerlichen Namen von der ungekämmten Frau ein!“-Plastikbrosche ( Sie sprechen mit Frau Groka ) und der knallroten Murmel. Ich bete bis heute, dass der Herr kein Psychoanalytiker war! Mir fällt jetzt auch wieder ein, dass Freud in seinem Buch über die Fehlleistungen von dem jungverheirateten Paar berichtet, wo der Mann doch glattwech immer die Puderquaste seiner Frau benutzte, bis sie vorwurfsvoll ausrief: „Du hast mich schon wieder mit Deinem Quast gepudert!“

Leute, ich sag euch – lasst die Fingers wech von der Sprache, das kann nach hinten losgehen!

Und morgen reden wir wieder über ganz ernste Themen. Versprochen.

Der Klatschebo-Effekt

Liebe Leser!

Kennen Sie das? Den ganzen Tag lang wird man von extrem blöden, dämlichen, aufdringlichen Fliegen umkreist. Bssssssss. Bsssssssss.

Am liebsten würde man denen ja, äh, auf zehn Meter mit dem Stöpselgewehr, also, äh, ins Auge! Oder noch besser gleich mit dem Hackebeil! *hack* *hack*

Aber kaum steht man auf und greift die Klatsche – alle weg. Und da hab ich mich neulich doch tatsächlich wie ein Berserker in einen Blutrausch reingeklatscht ( ich fürchte, die ganzen Mittelalterschmonzetten, die ich abends verschlinge, haben einen schlechten Einfluss auf mich… ) und, naja, also, ich hab die Klatsche kaputt geklatscht. Nicht so die Fliege, auf die ich es abgesehen hatte. Die kam nämlich, nachdem ich sie mit dem Kehrblech bestattet hatte, beim nächsten Öffnen aus dem Mülleimer wieder rausgetorkelt. Bsssssssss…

Jetzt hat aber unsere Jutta den begnadeten Einfall gehabt, eine neue Klatsche mitzubringen, und zwar eine, die als Sonnenblume getarnt ist. Die sieht sehr lustig aus, und wenn man damit wackelt, dann machen die vielen gelben Ohren flappflapp. Sehr possierlich.

Also hab ich mich hochnotmotiviert bei der nächsten Gelegenheit mit der getarnten Klatsche zwischen die sich tummelnden Fliegen gestellt – alle weg. Tja. Die Königstochter, Jüngste!, würde an dieser Stelle sagen „Die funktioniert ja voll nich!“

Bsssssss…

Grokas Gartentipp

Wenn die Tomaten pikiert sind, müssen geile Triebe entfernt werden!

Liebe Leser!

Heute geh ich euch mal mit meinem botanischen Fachwissen auf die Nerven, hehe! Also, wenn junge Tomaten von geilen Trieben bedrängt werden, finden die das sehr unangenehm. Deswegen müssen die wech. Außer jetzt, man will, dass die unreifen Tomaten schön rot werden…

Und bevor das jetzt hier peinlich wird, geh ich besser mal lesen. Heute ist nämlich die neue BRAVO erschienen… *augenroll*

Monumente im Deich

Mount Wiesmoor

Liebe Leser!

Die Deichbaukunst ist in Ostfriesland ja echt weit vorne. Deswegen haben sich die Leute in Wiesmoor wohl gedacht „Jau, da schnitzen wir doch noch was rein!“

Deswegen sehen wir hier Onno, Okko, Jelte und Klaas, die Präsidenten des örtlichen Baumschullehrerverbandes. Wenn das keine Touristenattraktion ist!

Rudi und die Kantsche Erhabenheit

Am Deich

Liebe Leser!

Deichschaf Rudi hat einen Fernkurs in Philosophie belegt und versucht nun für uns im Selbstversuch am Deich dynamisch-erhabene Empfindungen gegenüber der Zähmung der Natur zu entwickeln. Die gegensätzliche Erfahrung von augenblicklicher Hemmung der Lebenskräfte und der sich im nächsten Moment stärkeren Ergießung derselben macht Rudi so schwummerig, dass es ihm fast die Petersilie verhegelt. Verhagelt.

Rudi erfährt hier angesichts des Deiches ein Wohlgefallen an inneren Vorgängen, die durch die Erfahrung von etwas Unbegrenztem und Großem ausgelöst werden und dem Schaf an sich vor Augen führen, dass alltägliches Grasfressen und Wiederkäuen in der Konfrontation mit Höherem ( dem Deich ) zur Nichtigkeit verkommt, während diese Erkenntnis das Schaf zu etwas Höherem in sich selbst finden läßt, was es befähigt, dem Anblick der Naturgewalt „Watt“ zu widerstehen.

Sehr geehrter Herr von & zu Guttenberg – dieser Artikel ist nicht abgeschrieben, sondern zitiert Ansichten von Immanuel Kant, einem verkanteten Genie des 18. Jahrhunderts.

Hundert Meisterwerke für Anfänger

Liebe Zuseher an den Apparaten daheim!

Heute widmen wir uns dem muhstischen Kuhbismus, einer Kunstrichtung, die in der abebbenden Postmoderne des frühen 21. Jahrhunderts aus der ostfriesischen Schule entsprang.

Zweifellos in einer späten Schaffensperiode entstanden ( nach dem Mittagessen ), gemahnt die perspektivisch ausgehebelte Schwarzbunte an frühe Werke des synthetischen Kuhbismus. Die Kuh bewegt sich hier zwischen figürlicher und abstrakter Erfahrung des Vegetativen. Damit zeugt das Gemälde von einem radikal neuen Umgang mit dem Milchvieh, bei dem die Künstlerin etwas ausdrückt. Nämlich Farbtuben.

Die große Ostfrieslandsaga:

Wackeln im Sturm!

Liebe Leser!

Jetzt fragt mich bloß nicht, wie ich wieder auf diesen Schwachsinn gekommen bin. Ich glaube, es passierte, als Jutta und ich uns mal wieder ins absurde Nichts brainstormten und wild Fernsehserien aus den Achtzigern in den Raum riefen. Als wir dann bei „Der Model und das Schnüffler“ loskreischten und einfach nicht mehr die Verwandschaftsverhältnisse auf Falcon Crest auf die Kette kriegten, war mein Hirn endgültig so durchgeschüttelt, dass es Fokko und Jelte auf dem Acker ausspuckte. Und da stehen die beiden jetzt. Sturmfest und erdverwachsen.

Jetzt fehlt nur noch das passende Manuskript in zwölf Bänden…