Der Lesetipp für verregnete Sonntage: Ein-Sterne-Rezensionen bei Amazon!

Wahrum

Liebes Internet!

Heute war einer dieser zum Glück seltenen Tage, die zu nichts taugen, außer Zeit zu verplempern. Das fing schon an, als ich versuchte, etwas von dem „Anti-Stress“-Duftöl, das ich neulich für billig abgegriffen habe, in die Duftlampe zu füllen. Und diese verstockte Flasche wollte absolut keinen Tropfen hergeben. Wie ein Schimpanse im Versuchslabor versuchte Frau Groka, an das Duftöl zu kommen, um „nicht gestresst zu sein“. Klopfklopf, schüttelschüttel, klopf! SCHÜTTELSCHÜTTEL, kipp! „Du verdammte scheiß Arschlochflasche sollst machen, dass ich nicht gestresst bin!“ *schrei*

Nach einer guten Viertelstunde hatte ich rot unterlaufene Augen, Schnappatmung und war gestresster, als ich es ohne „Anti-Stress“-Duftöl jemals hätte sein können! „IGORRRR!“ Und dann kommt dieser verdammte Pinguin, nimmt mir mit einem herablassenden Lächeln das Fläschchen aus der Hand und … tröpfel. Ich hasse die Flasche! Echt.

Ist ja auch egal. Ich wollte dann – den aufdringlichen Entspannungsgestank tapfer ignorierend (drei Tropfen hätten’s auch getan, aber der Pinguin kann ja 3 und 30 nicht unterscheiden … ) – doch noch was Sinnvolles tun und befasste mich mit den youtube-Videos aus der Self-Publishing Area der letzten Buchmesse. Ich wollte artig sein, gerade sitzen und von den „Leuchttürmen der Branche“ lernen. Und natürlich ging es wieder um Social Media Marketing, einen Begriff, den ich bald nicht mehr hören kann. Vielleicht haben die Menschen da auf dem Podium ein anderes Internet als ich, aber ich komme mit diesen angeblich so hilfsbereiten und familiären Autorengruppen auf Facebook ja nicht klar.

Das ist ein Lärm da, unfassbar. Alle drängeln nur nach vorne und schreien „Hier, hier, ich! Lest mein Buch!“ Gestern las ich irgendwo sogar die Botschaft: Nur noch heute zum halben Preis, wer mein Buch jetzt nicht kauft, zahlt hinterher drauf!!! Gnnnnn … was soll ich da sagen?! Ein paar hundert anderen Autoren (die auch nur da sind, um sich selbst zu verkaufen), mit diesem sagenhaften Verlustgeschäft zu drohen, ist doch gar nicht looogisch! Für mich jedenfalls nicht, ich kauf es dann eben gar nicht und gut is‘.

Naja. Auf jeden Fall hoffte ich, die Leuchtürme könnten mir helfen, meinen Denkfehler aufzudecken, damit ich mal dahinter komme, wieso dieses ganze Social Media Gedöns mich so ausbremst, dass ich meine Igors am liebsten wieder einpacken würde. Und dann passierte das.

Ich suchte mir bei Amazon die Kindle-Bestseller der Social Media Fachleute von der Buchmesse und war frohgemut und gespannt, denn ich dachte: Cool, die bieten bestimmt grandiose Qualität, jetzt finde ich raus, wie der Hase läuft und dann kauft Igor mir von unseren Tantiemen einen pinken Cadillac, wie Elvis für seine Mama! Ich hab zwar gar keinen Führerschein, aber ich könnte dann in der Garage in dem coolen Auto sitzen. Vorausgesetzt, da ist W-Lan.

Kaum auf Amazon angekommen, fiel mir aber ins Auge, dass viele der Kindle-Bestsellerautoren zwar viele 4- oder 5-Sterne-Rezensionen haben, wie bei einem Bestseller nicht anders zu erwarten, aber auch wirklich erschreckend viele 1-Sterne-Rezensionen. Hö?, dachte die liebe Frau Groka, watt is da los?

Und natürlich, klick, interessierte Igor und mich brennend, was dahinter steckt und wir lasen stundelang Verrisse! Unfassbar. Von unterirdischer Sprache, haarsträubender Rechtschreibung, eindimensionalen, durchweg unsympathischen Charakteren war da die Rede, von „nach 20% völlig genervt vom Reader gelöscht“. Immer wieder tauchten Sätze auf wie „Ich werde garantiert keine eBooks mehr runterladen!“. Und DAS bedeutet dann für jeden eBook-Autoren, der seine ganze Leidenschaft für gute Literatur in seine Arbeit wirft, dass er diese potentiellen Leser verloren hat. Denn je öfter Leser an lieblos zusammengeschusterte eBooks geraten, die sich durch Shares und Likes verkaufen, anstatt durch Qualität, umso weniger Leser, die Qualität suchen, werden sich hier umgucken.

Und fast jeder Rezensent merkte an, er habe sich von den vielen guten Bewertungen blenden lassen und könne sich nicht erklären, wie die zustande gekommen sind. Igor und ich sahen uns betreten an, bis einer von uns leise fragte: „Social Media Marketing?“ Gute Bewertungen fangen sogar heute schon selbstverständlich an mit Einleitungen wie: „Ich fühle mich sehr geehrt vom Autor XY um eine Rezension gebeten worden zu sein … “ Tja. Wer sagt da noch: „Boar, war der Schinken langweilig … “

Sind wir tatsächlich schon so weit, dass wir unseren „Facebook-Freunden“ mehr trauen als unserem eigenen Urteil und die schlechten Rezensionen von den Lesern kommen, die eben nicht auf den einschlägigen Portalen unterwegs sind und daher der „Schwarmintelligenz“ nicht folgen können, sondern sich noch ein eigenes Urteil bilden? Das Wort Schwarmintelligenz wird in Selfpublisher-Kreisen sehr inflationär und völlig bedenkenlos benutzt. Ich gestehe ja, ich hab den Ausdruck auch letztens benutzt, als ich gesagt habe, mein einziger Schwarm sei ein etwas in die Jahre gekommener Pinguin mit leichtem Bauchansatz, aber ob man da gleich von Intelligenz sprechen könne … Aua! Ist ja gut, ich hör ja schon auf …

Auf jeden Fall ist „Schwarmintelligenz“ ein Wort, dem ich nicht so recht traue. Ich will da jetzt gar nicht erst schwermütig auf die deutsche Geschichte anspielen oder so, aber „Schwarm“ und „Intelligenz“ schließt sich für mein Empfinden aus, weil Intelligenz für mich voraussetzt, dass das einzelne Individuum erstmal innehält und selber denkt. Man kann sich dann natürlich entschließen, dem Schwarm zu folgen, keine Frage, aber dann doch bitte aus freiem Willen und aus selbst durchdachter Entscheidung heraus!

Aber ganz offensichtlich kommen im Selfpublisher-Bereich Bestseller zustande, indem diese Schwarmintelligenz durch Social Media Kampagnen freigesetzt wird. Hm. Mir fällt gerade auf, dass ich keine Ahnung habe, was ich eigentlich sagen will.

Als Fazit kann ich nur noch anschließen: Ich selbst habe auf Amazon sehr wenige, aber durchweg gute Rezensionen. Und ich kann mit Freude sagen, dass ich keinen dieser Rezensenten von irgendwoher kenne. Ich freue mich deshalb so darüber, weil ich dadurch weiß, dass mein Stil den Lesern wirklich gefallen hat. Meine Rezensionen sind nicht der Tatsache geschuldet, dass ich die süßen Katzenfotos meiner Rezensenten 200 mal geliked habe, bevor ich sie um eine Rezension bitte. Ich freue mich riesig über jede Rückmeldung, aber bei Gefälligkeitssternchen hätte ich ein dummes Gefühl.

Ein Glück. Heute Abend kommt Inspektor Barnaby. Dann muss ich mir mal 90 Minuten lang nicht selber beim Denken zuhören.

Was diese Rezension für Sie hilfreich? Ja/Nein/Weiß nicht …

Ich hab das ungute Gefühl, heute eine heilige Kuh geschlachtet zu haben.

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Blog-Branding und andere Katastrophen

Liebes Internet!

Bevor wir heute starten, machen wir doch erstmal ein bisschen Musik an, live aus der niedersächsischen Tundra in Großenkneten. Tja, also, was soll ich sagen, ich habe so lange keinen frischen Sonnenstrahl mehr gesehen, dass 90 % meiner gesamten Energie dabei draufgehen, gegen den Winterschlaf anzukämpfen. Und gestern war es dann so weit. Ich tippte und tippte und war gar nicht mehr in der Lage, zu verstehen, was ich da selber schreibe.

Ich wollte nur noch Marzipan, auffen Arm und ab ins Bett, alles gleichzeitig. Da Igor sich aber geweigert hat, mich die Treppe rauf zu tragen, bin ich dann mit Marlon Brando vorm Fernseher eingeschlafen. Endstation Sehnsucht.

Heute habe ich dann beschlossen, Bestelarbeiten zu machen, um den Tag sinnvoll nutzen zu können, ohne mein Gehirn zu gebrauchen. Fleißig wie ein Eichhörnchen hab ich also Leserstimmen in meinen Blog eingebaut, da ich gelernt habe, das „Testimonials“ ein wichtiges Marketinginstrument für Autoren sind. Hach, ich liiiebe diese Rezensionen, ich könnte die den ganzen Tag bewundern!

Ja, und dann hatten Igor und ich noch eine Konferenz. Auf der Tagesordnung stand unser „Blog-Branding“. Wir brauchen ein Markenzeichen, an dem jeder Leser uns sofort erkennt. Tja. Das ist gar nicht so einfach. Es ist so ähnlich, wie wenn man sich einen Hund kauft und dem jetzt einen Namen geben muss, mit dem der arme Kerl dann durch’s Leben gehen muss. Für immer! Mich machen solche Entscheidungen immer ganz nervös. Igor wollte natürlich, dass sein Portrait die Welt überschwemmt, aber ich habe für die Selfpublisher-Gedenkmünze gestimmt. Was meint ihr?

Elisa Grokas Gedenkmünze

Die Selfpublisher Gedenkmünze

Oder sollen wir lieber gleich Igor-Sammelmünzen prägen? Helft uns!

Igor Sammelmünze

Igor Sammelmünze

Frau Groka hat eine Erscheinung. Eine Neuerscheinung!

Liebe Leser!

Heute weht mal wieder der Duft der großen weiten Welt durch mein abgeschiedenes Grummelkontor. Soeben hab ich eine Mail erhalten, dass mein neuer Igor-Band „Der Pinguin des Scheichs“ fertig ist und jetzt an die eBook-Stores dieser Welt ausgeliefert wird. Irgendwie ist die Situation, wenn ein neues eBook erscheint, immer völlig absurd. Es ist wohl so ähnlich, wie wenn das eigene Kind eingeschult wird und sich jetzt in der Welt beweisen muss, nur darf man als Autor nicht mitgehen und eine Schultüte bekommt das Buch auch nicht! Da sitze ich jetzt alleine an meinem Schreibtisch und mir bleibt nur, die Verkaufsseite auf amazon zu bewundern:

Igor2VeröffentlichungWird Igor seinen Weg da draußen machen? Wird irgendjemand das Buch kaufen? Wird er eine Fünf in Mathe, oder – schlimmer noch – eine 1Sterne Bewertung bekommen? Liebe Leser, seid gnädig zu meinem Igor, er ist doch noch ein Pinguin! Ich geh mir jetzt einen Beruhigungstee kochen …

Von der Idee zum eBook – kostenlose Programme für den Autorenalltag

Hin und wieder fragt mich tatsächlich jemand: „Wie macht man das überhaupt – so ein eBook zu schreiben?“ Die Antwort hat zwei Aspekte, den kreativen und den technischen. In diesem Teil des Artikels werde ich mich also mit der Technik herumschlagen, in der Hoffnung, dass der eine oder andere Leser dadurch die Hemmschwelle überwindet, selbst kreativ zu werden und zu veröffentlichen. Denn wir brauchen viele gute eBooks, um den Markt für die Leser attraktiver zu machen, und wenn ich mit der Technik klarkomme, schafft Ihr das auch!

Schreiben mit Open Office

Oft hört oder liest man, dass teure Programme für Autoren unbedingt notwendig sind, ich selbst habe aber mit dem kostenlosen Programm Open Office beste Erfahrungen gemacht. Es kann alles, was ich zum kreativen Schreiben, aber auch für anspruchsvolle Sachtexte brauche und hat mich nie im Stich gelassen.

Probleme beim Korrekturlesen – Duden hilft!

Jeder Autor kennt das. Schreiben ist das tägliche Brot, und trotzdem gibt es immer wieder Zweifelsfälle der deutschen Sprache, bei denen man immer unsicherer wird, je länger man darüber nachdenkt. Wird „kennenlernen“ jetzt zusammengeschrieben oder doch getrennt? Heißt es gang und gebe oder gang und gäbe, oder vielleicht sogar doch Gang und Gäbe? Plötzlich stellt man beim Korrekturlesen Dinge in Frage oder infrage, von denen man sich eigentlich sicher war, wie sie geschrieben werden. Einfacher wird es durch die Betriebsblindheit, die sich einstellt, wenn man den eigenen Text zum zehnten Mal liest, auch nicht. Mir hilft bei einer schnellen Überprüfung eines Satzes, bei dem ich mir nicht ganz sicher bin, immer die Duden Textprüfung. Die kostenlose Nutzung ist zwar auf 800 Zeichen beschränkt, aber das reicht allemal, um kleine Unsicherheiten zu klären und kostet nichts. Sehr hilfreich ist auch die Seite Korrekturen.de, hier gibt es auch eine interessante Rubrik zu beliebten Fehlern, in der erklärt wird, woher die korrekte Schreibweise kommt. Ich persönlich kann mir solche Dinge viel besser merken, wenn ich den Gesamtzusammenhang gelernt habe! Trotz aller Programme ist die menschliche Intelligenz aber durch nichts zu ersetzen. Wer von Euch also eine pensionierte Deutschlehrerin in der Verwandtschaft hat, sollte ihr unbedingt mal wieder Pralinchen und einen Blumenstrauß vorbeibringen!

Das Auge isst mit – die Covergestaltung

Ganz besonders bei eBooks ist die Covergestaltung ein Marketinginstrument, das man nicht ungenutzt lassen sollte! Denn der optische Anreiz ist das Erste, was potenzielle Leser beim Scrollen durch die Angebote wahrnehmen, noch bevor sie den Titel gelesen haben! Das passiert einfach unbewusst und geht blitzschnell. Das Cover sollte also einen möglichst professionellen Eindruck machen. Ich verwende dafür das kostenlose Programm GIMP. Wer noch nie damit gearbeitet hat, findet auf youtube zahllose Tutorials zum Thema Schriften einfügen, Hintergründe gestalten, Bilder einfügen etc.

Als besonderes Gimmik kann ich Euch noch den kostenlosen 3D-box maker empfehlen. Wenn Ihr Euer eBook auf Eurer Landingpage oder in Eurem eigenen Online-Shop anbieten oder einfach als kostenlosen Anreiz in Eurem Blog verschenken wollt, um Eure Conversion-Rate zu erhöhen (was das ist, erkläre ich in einem späteren Artikel), macht es sich natürlich gut, wenn Ihr eine Grafik habt, auf der das Buch aussieht, als könne man es tatsächlich anfassen. Wenn Ihr mit dem 3D-box maker arbeitet, denkt aber daran, auch einen schmalen Buchrücken zu erstellen, auf dem die Schrift von unten nach oben läuft. Ich habe Euch mal zur Anschauung ein 3D-Cover erstellt:

3D Cover

Mit dem 3D-box maker erstelltes Cover

Das eBook erstellen

Ist das eBook geschrieben, korrigiert und im Idealfall lektoriert, das Cover erstellt und der Klappentext geschrieben, wird es endlich Zeit zum Hochladen. Ich arbeite dazu zurzeit mit dem BoD-Verlag zusammen und nutze dabei den ebenfalls kostenlosen Easy Editor. Ich sag jetzt einfach mal ganz flapsig, wer den Grips hat, um ein Buch zu schreiben, hat auch den Grips, den Text hier einzufügen und sein Cover hochzuladen. Wenn ich es mal mit dem Kindle-Editor von amazon probiert habe, sprechen wir uns nochmal! 😉

Fazit

Bis das erste eigene eBook erstellt ist, muss man also keinen Pfennig, äh, Cent ausgeben, solange man kreativ bleibt und seinen Humor behält, dann ist man den meisten Programmen gewachsen. Und wenn man doch mal an der Technik verzweifelt, habe ich noch einen kostenlosen Tipp für alle Autoren mit Kindern: Einfach warten, bis die Brut aus der Schule kommt und dann um Hilfe schreien – die regeln das schon! 😀

Verlag oder Selfpublishing?

Für viele schreibbegeisterte Menschen stellt sich irgendwann die Frage: Möchte ich veröffentlichen, und wenn ja, wie? Der klassische Weg führt über einen Verlag, sieht man sich aber die Zahlen an, die durch die Buchbranche geistern, ist man schnell demotiviert: Eines von tausend unverlangt eingesandten Manuskripten wird veröffentlicht, wird da gemunkelt, einige Verlage geben sogar an, dass eines von 9000 Manuskripten das Potenzial hat, veröffentlicht zu werden. Das macht junge Autoren natürlich nachdenklich und wirft die Frage auf: Wieso sollte ausgerechnet mein Manuskript es schaffen?

Um die Frage zu beantworten, muss man sich darüber klar werden, wie der Buchmarkt funktioniert. Das Wort Verleger kommt von Vorlegen, und zwar Geld. Ein Verlag tritt mit der Veröffentlichung eines Buches in Vorleistung und trägt die gesamten Kosten für Korrektorat, Lektorat, Druck, Vertrieb und Marketing. Hat der Verlag sich für das richtige Manuskript entschieden, kann er durch hohe Verkaufszahlen all diese Unkosten decken und kommt mit Glück noch in die Gewinnzone. Trifft eine Neuerscheinung aber nicht den Nerv der Zeit, oder geht das Marketing am Geschmack der Zielgruppe vorbei, sodass auch ein gutes Buch seine Leser einfach nicht findet, hat der Verlag das Geld versenkt. Aus Verlegersicht ist es also nur zu verständlich, wenn Verlage äußerste Vorsicht walten lassen mit der Veröffentlichung junger und unbekannter Autoren.

Auf der Autorenseite sieht es dann oft leider so aus: Auch, wer fleißig alle Bücher zum Thema „So finden Sie den richtigen Verlag für Ihr Buch“ durchgeackert und alles richtig gemacht hat, bekommt – oft erst nach Monaten – eine höfliche, aber nichtssagende Standardabsage. Leider passt Ihr Manuskript nicht in unser Verlagsprogramm. Viele Verlage sind so freundlich, noch anzufügen, dass diese Absage kein Werturteil darstellt. Was tut sie aber dann? Für junge Autoren, die ihr ganzes Herzblut in ihr Manuskript gesteckt und ihre Nächte durchgetippt haben, um ihr Buch endlich fertigzustellen, ist eine Absage eine Absage, das kann man drehen und wenden, wie man will.

Wie soll es aber jetzt weiter gehen? Tausend Verlage anschreiben, in der Hoffnung, dass die Rechnung umkehrbar ist? Wenn eines von tausend Manuskripten veröffentlicht wird, klappt es bestimmt nach der 999. Absage? Was für ein Glück, dass man Manuskripte heute digital verschicken kann, sonst müsste man ja für Kopien und Porto so viel ausgeben, dass man das Buch auch gleich selbst drucken lassen kann! Tausend Verlage zu finden, die tatsächlich ein Programm haben, zu dem das Manuskript passen könnte, wird da schon schwieriger. Es muss also auch anders gehen.

Natürlich hat jeder Schreibanfänger jetzt die Möglichkeit, seine Arbeit erst einmal in der Schublade reifen zu lassen und sich anderen Dingen zuzuwenden. Wer aber ein manisches Arbeitstier ist und unbedingt schreiben will um des Schreibens willen, der kann die Sache nicht einfach auf sich beruhen lassen! Wer an sein Buch glaubt, will auch Leser finden, und im günstigen Fall stellen Verlagsabsagen wirklich kein Werturteil dar, sondern meinen das, was sie sagen: Das Manuskript passt einfach nicht ins Programm, oder die Programmplätze sind einfach schon auf Jahre für die Stammautoren des Verlages verplant. Wer es wirklich wissen will, hat durch Selfpublishing die Möglichkeit, sich völlig kostenlos selbst auf den Markt zu werfen und Leser zu gewinnen. Kostenlos, aber nicht risikolos. Denn ein lieblos zusammengeschustertes Manuskript mit einem Inhalt, der schon tausendmal – nur besser geschrieben – da war, wird auch ein selbst verlegtes Buch gnadenlos floppen, und das tut weh. So groß kann die wohlmeinende Verwandtschaft gar nicht sein, dass man es trotzdem in die Bestsellerlisten schafft.

Die gute Nachricht ist: Selfpublisher haben selbst in der Hand, welche Qualität sie abliefern! Wer unermüdlich an sich selbst arbeitet und auch bereit ist, Verlagsaufgaben wie Korrektorat, Lektorat und Marketing selbst zu übernehmen oder auf eigene Kosten außer Haus zu geben, der kann gerade auf dem Selfpublishermarkt zum sogenannten „Leuchtturm der Branche“ werden. Ein verlockender Anreiz für Selfpublisher ist auch die Gewinnmarge. Während unbekannte Autoren – mit Glück – fünf Prozent an einer Verlagsveröffentlichung verdienen, liegt die Gewinnmarge bei eBooks zum Beispiel deutlich höher, bei bis zu 70 %. Ein Minuspunkt ist natürlich, dass eBooks oft auch deutlich weniger kosten als Printausgaben, es sei denn, es handelt sich um die Bestseller bekannter Autoren.

Ein weiterer Pluspunkt für das Selfpublishing ist auch die Nähe zum Leser. Durch das Internet kann jeder Autor in direkten Kontakt zum Leser kommen (etwa auf Portalen wie LovelyBooks oder über einen eigenen Blog und Social Media Plattformen) und erhält so ein unverfälschtes und direktes Feedback unmittelbar von seinen Lesern. Was gefällt an dem Buch, was kann man verbessern? Auch der zeitliche Aspekt spielt eine große Rolle. Eine Verlagsveröffentlichung hat oft eine Vorlaufzeit von bis zu einem Jahr oder sogar länger – ein eBook oder auch Printausgaben on demand sind innerhalb weniger Tage auf dem Markt.

So oder so muss jeder Autor, der etwas veröffentlichen will, sich Bewertungen und Kritik stellen. Und auch von Verlagsautoren wird inzwischen erwartet, dass sie Marketingaufgaben übernehmen, wie etwa eine eigene Webseite zu pflegen oder aktive Pressearbeit zu leisten. „Nur“ zu schreiben funktioniert also auch dann nicht mehr, wenn man bei einem Verlag untergekommen ist.

Ein weiterer Pluspunkt für Selfpublisher ist, dass das Image dieser Form der Veröffentlichung sich innerhalb weniger Jahre völlig gewandelt hat. Selbstverleger werden nicht mehr automatisch schief angeguckt als der Kaffeesatz der Autorenwelt, der es nicht bis zum Verlagsautor geschafft hat. Im Gegenteil, inzwischen treten sogar schon Verlage von sich aus an besonders erfolgreiche eBook-Autoren im Selbstverlag heran, um sich ein Stück vom Kuchen zu sichern. Was nicht bedeutet, dass diese Autoren dann immer sofort den Vertrag unterschreiben. Denn Selfpublishing ist ein Knochenjob, der an sieben Tagen in der Woche vollen Einsatz erfordert, aber Vollblutautoren einfach süchtig macht.

Auch für die Leser ist der neue Trend ein Gewinn. Denn wer früher warten musste, was die Lektoren der Verlage auf den Buchmarkt lassen, kann sich heute quasi selbst als literarischer Spürhund auf die Suche machen und finden, was ihm gefällt, nicht dem Gesamtbuchmarkt. Selfpublishing als eBook hat sogar den Vorteil, dass der Download nur wenige Sekunden dauert und man sofort drauflos schmökern kann, anstatt zu warten, bis der Buchhändler das Buch bestellt hat oder der Postbote es an die Tür bringt. Und sollte ein Buch doch einmal nicht halten, was Klappentext und Leseprobe versprochen haben, sind wenigstens keine Bäume dafür sinnlos gestorben! 😉

Platz 3 der Bestsellerliste! Mir wird ganz schwummerig…

Liebe Leser!

Heute muss ich einfach mal in aller Öffentlichkeit vor Stolz platzen. Igors Weihnachtserzählung hat es bei amazon auf Platz 3 der Bestsellerliste in der Kategorie Top 100 gratis Humor geschafft! Ha, werden die Zweifler jetzt sagen, ein eBook zu verschenken kann ja auch nicht so schwer sein! Wenn man jetzt aber mal überlegt, dass bei amazon insgesamt zur Zeit 43.115 kostenlose eBooks angeboten werden, finde ich, dass Igor ziemlich gut dasteht, mit einem Gesamtverkaufsrang von – jetzt gerade – 146. Wer Mathe kann, darf sich jetzt ausrechnen, an wie vielen eBooks aus sämtlichen Kategorien mein unbekannter kleiner Igor da vorbeigezogen ist. Und das alles ohne „Stützkäufe“ und selbstgeschriebene Bewertungen! Ich hab nämlich meinen Stolz und wollte ohne die bei manchen Autoren üblichen Manipulationen wissen, ob die Geschichte ihre Leser findet.

Wieso ich das eBook gratis eingestellt habe? Kommen wir also zum Marketing! Um mir eine (zahlende) Leserschaft aufzubauen, muss ich ja erst einmal Leser gewinnen. Also habe ich zwei kostenlose eBooks hochgeladen, um quasi Köder auszulegen. Das Prinzip ist das gleiche, wie eine Parfümprobe in einer Frauenzeitschrift oder ein Käsehäppchen im Bioladen. Riecht gut oder schmeckt lecker – geben Sie mir doch mal hundert Gramm. Darf es noch etwas mehr sein? Und so nimmt der Wahnsinn hoffentlich irgendwann seinen Lauf.

Ach, Igor … Ich würde mich jetzt zu gern entspannt zurücklehnen und den Screenshot genießen, aber ich muss wieder an die Arbeit. Heute arbeite ich in meiner Marketingabteilung und muss den Klappentext für den Pinguin des Scheichs konzipieren und das gesamte eBook hochladen – hoffentlich hebe ich mir dabei keinen Bruch, Igor hat ganz schön zugenommen …

Ach so, bevor ich das vergesse! Falls Ihr die Geschichte selbst lesen wollt, klickt auf das Bild „Der Geist der vergammelten Weihnacht“ rechts im Menü, dann gelangt Ihr sofort zum kostenlosen Download.

Covergestaltung für Anfänger

Liebe Leser!

Heute könnt Ihr mir das Händchen halten, während ich Blut und Wasser schwitze. Ich gestalte nämlich gerade das Cover für den zweiten Igor-Band „Der Pinguin des Scheichs“. Klar, dass vorne ein Portrait von Igor mit seinem Freund Rudi Valentino zu sehen sein muss. Schließlich ist Rudi heute noch ein Eyecatcher, wie es neudeutsch heißt, und Igors Luxuskörper sieht sowieso immer gut aus. Das Bild zu malen war auch kein Problem, mit einem echten Pinsel und Papier, das nicht aus Pixeln, sondern aus Bäumen besteht, fühle ich mich wohl, ah, das gibt Sicherheit! Dafür, dass ich das Bild spontan in finsterster Nacht gemalt habe (wer selber malt, weiß, was Tageslicht bedeutet!), bin ich sogar sehr zufrieden. Wer sich übrigens für die Technik interessiert: Ich habe Aquarellpapier in einem warmen Orangeton koloriert, trocken geföhnt (ich wollte ja loslegen) und dann eine Lavierung mit schwarzer Aquarellfarbe gemalt. Für den dramatischen Effekt – immerhin war Rudi ein Silent Screen Superstar – hab ich die Highligths mit weißer Acrylfarbe hervorgehoben.

Dann kommt aber der zweite Teil des Unterfangens, und der kostet mich bei jedem Cover neue Nerven! Das Drama heißt: GIMP. GIMP und mich verbindet eine echte Hassliebe. Ich weiß nicht, wie ich es schaffe, aber ich klicke mich grundsätzlich in die falsche Ebene, alles verrutscht, ich will die Buchstaben zentrieren und verschiebe saudämlich den Hintergrund, und überhaupt. Argh! Dieses Programm mit seinen ganzen Ebenen macht mich wahnsinnig. Noch wahnsinniger macht mich, dass ich ja nicht nur ein bisschen rumspiele, um in meinem Blog zu zeigen, was ich schönes gebastelt habe, sondern versuche, Buchcover zu gestalten, die zwischen den ganzen Proficovern bei Amazon wenigstens nicht, naja, sagen wir mal, peinlich aussehen.

Covergestaltung ist nämlich eine Wissenschaft. Natürlich kann man das als Selfpublisher auch „außer Haus“ geben und sich einen Grafiker suchen. Wenn man aber, wie ich, ein absoluter Kontrollfreak ist und unbedingt alles selber machen will, dann muss man sich nunmal an dieser Materie festbeißen. Ein gutes Cover MUSS ein Blickfang sein, ganz besonders bei „nicht-physischen“ Büchern, also eBooks. Wer durch die eBook-Shops scrollt, muss einfach dran hängenbleiben und draufklicken, da hilft auch der beste Titel nix, das Auge isst mit. Und natürlich muss das Cover zum Inhalt des Buches passen. Eine rosa Schnörkelschrift eignet sich nicht wirklich für „Tausend Fakten über Fußball“, während eine reißerische Schrift in massiven roten Blockbuchstaben vielleicht zu einem Titel passt wie „So werden Sie reich in sieben Tagen!“, nicht aber zu einem leisen Lyrikbändchen.

Meine Challenge lautete jetzt also: Welcher Schrifttyp passt zu Igor, aber auch zu meinen anderen Geschichten ohne Pinguin (sorry, Igor!), denn, haha!, für das richtige „Branding“ sollen ja auch alle eBooks der Groka-Reihe auf den ersten Blick erkennbar sein. Für Igor hätte ich gern einen Schrifttyp gehabt, der irgendwie nach Ernest Hemingway aussieht, also so, wie die alten rororo-Taschenbücher mit dem Leinenrücken riechen. Zu maskulin sollte sie aber auch nicht sein. Man kann sich eben selbst verrückt machen wie kein anderer. 😉

Ich denke, ich hab jetzt einen ganz guten Kompromiss gefunden, aber der Weisheit letzter Schluss sind meine Cover bis jetzt wohl noch nicht, besonders, weil ich an jedem Tag, an dem ich die Grafikabteilung meines sehr chaotischen kleinen Familienunternehmens bin, etwas Neues lerne. Heute bin ich besonders stolz darauf, dass ich es geschafft habe, dem Cover eine „Wüstensand-Optik“ zu geben, die zum Thema des Titels passt. Und wisst Ihr, wo ich das gelernt habe? Natürlich auf youtube. Ich hab da nämlich einen Tipp für alle meine Leser, die selbst endlich eBooks veröffentlichen wollen: Wenn Ihr nach verständlichen Tutorials sucht, um GIMP zu durchschauen, dann klickt nicht die absoluten Vollprofis an, die am besten noch mit Südstaatenakzent kommentieren, wie sie blitzschnell mit der englischen Version die geilsten Grafiken zaubern. Da kommt man nicht hinterher und schmeißt dann als Anfänger alles hin. Sucht euch am besten Tutorials von Youtubern, wo Ihr schon bei der Stimme aus dem Off denkt: Müsste das Kind nicht längst im Bett sein? Hat das überhaupt seine Eltern gefragt, ob es schon Videos hochladen darf? Ohne Witz jetzt. Die machen die besten Tutorials für Anfänger und Menschen, die als Autor zur Welt gekommen sind, nicht als Grafiker.

Das Thema Grafiken und Coverdesign hat mich echt gepackt, als ich das erstmal entdeckt hatte. Klein anfangen, dann macht es richtig Spaß. So sehr, dass ich sogar schon schlaflose Nächte hatte, weil mir plötzlich unglaublich absurde Cover einfielen, die ich alle irgendwann mal designen und dann – wie könnte es anders sein – als eBook herausgeben will. Den Titel „Die Möbel von Avalon“ habe ich mir also hiermit schonmal offiziell gesichert!

Selfpublishing und Vorurteil

Liebe Leser!

Die Frage, ob es gut oder schlecht ist, seine Bücher selbst zu verlegen, geistert ja in einer völlig neuen Auflage aktiv durchs Internet. Ich selbst bin ja alt und vom Schicksal gebeutelt, deshalb kann ich mich noch gut daran erinnern, wie der Buchmarkt vor 20 Jahren funktionierte. Selbtverleger waren unten durch, bevor sie überhaupt angefangen hatten und wären nach Meinung ihrer Freunde und Feinde besser bei ihren Manuskripten geblieben – nämlich in der Schublade. Wer es nicht schafft, einen Verlag zu begeistern, der wird es schon gar nicht schaffen, Leser zu begeistern! Und wer sich auch nur mit dem Gedanken trug, auf eigene Kosten etwas zu veröffentlichen, der wurde gleich von allen Seiten mit der gleichen Warnung gehauen: Pass bloooß auf mit diesen Zuschussverlagen! Die machen nur ein Geschäft mit deiner Eitelkeit!

Tja. Ratschläge sind eben auch Schläge. Ich selber hatte das so oft gehört, dass ich vor vielen Jahren als Anfängerin einen Brief von einer Literaturagentur, die mir ein professionelles Lektorat anbot, um ein (zugegeben sehr dilettantisches Manuskript) unterbringen zu können, entsetzt in die Ecke schmiss. Vorsicht, die wollen nur mein Geld! Dabei hatte das Lektorat im Vergleich zu heutigen Anbietern einen lächerlich kleinen Preis. Äh, mir fällt gerade ein, könnte ich dieses professionelle Lektorat für einen 300 seitigen Roman für 500 Mark jetzt vielleicht noch haben? Nein?

Rückblickend sehe ich vieles aus einer anderen Perspektive und rege mich jetzt über Dinge auf, für deren Reaktion es eigentlich viel zu spät ist. Da ist dieser Vorwurf der Eitelkeit an alle Autoren, die gern veröffentlicht werden wollen. Nach meiner Erfahrung sind gerade ernsthafte Autoren die introvertiertesten und von Selbstzweifeln geplagtesten Menschen, die im Kulturbetrieb unterwegs sind. Das ist auf einer Eitelkeitsskala von 1 bis 10 eine -10. Für diese Autoren hat der Wunsch nach Veröffentlichung wenig damit zu tun, dass sie „bewundert“ werden wollen. Geht es nicht viel mehr darum, Leser zu finden, die die Begeisterung an der eigenen Geschichte teilen, damit man nicht mehr so allein ist auf seiner selbstgebauten Insel? Das Autorenleben ist ein einsames Geschäft und jeder Leser ist eine verwandte Seele, mit der man die Höhen und Tiefen der Geschichte teilen kann wie mit einem Freund. Ein Leser ist also viel mehr als ein zahlender Kunde, der einem ein Brötchen oder eine anonyme Wurst abkauft – er ist ein Verbündeter. Und das hat nichts mit Eitelkeit zu tun.

Auf der anderen Seite stehen die Verlage, die – man glaubt es kaum – knallhart rechnende Wirtschaftsbetriebe sind, sein müssen. Was sich nicht an die breite Masse verkaufen lässt, kann einem Verlag das Genick brechen, und daran hängen Arbeitsplätze. Aus Sicht der Verlage ist es nur natürlich, dass sie lieber auf Nummer sicher gehen und erfolgreiche Lizenzausgaben aus dem Ausland veröffentlichen und auch eher den Roman einer bekannten Schauspielerin veröffentlichen als den einer unbekannten Hausfrau, denn welche von beiden sitzt sowieso in den Talkshows und kann dann auch gleich das Buch promoten?

Es liegt also auf der Hand, dass Autoren, die nicht für die breite Masse schreiben – entweder, weil sie einen sehr speziellen Stil haben oder einfach dieser diffusen Masse noch völlig unbekannt sind – keine Chance haben, Verlagsverträge zu ergattern. Aber muss ihre Arbeit deswegen schlecht sein? Nein, sie ist ebenso wenig zwangsläufig schlecht, wie auf regulärem Weg veröffentlichte Bücher automatisch gut sind!

Es wird also Zeit, dass das Image des Selbstverlegers sich wandelt. Erstmal sollten wir den bornierten Vorwurf der Eitelkeit in die Tonne stopfen. Wenn wir uns von den üblichen Vorurteilen über dumme Autoren, die sich über den Tisch ziehen lassen, um ihr Buch in der Garage stapeln zu können, frei machen, haben wir einen unverstellten Blick auf den aktuellen Buchmarkt und stellen fest, dass beim Selfpublishing sicher viel Schrott rauskommt, aber ebenso Perlen der Literatur, die ohne Selbstveröffentlichung den Weg zum Leser nie gefunden hätten.

Das Beste daran ist: Die Gewinner sind auf jeden Fall die Leser! Gerade, wer in den großen Buchhandlungen auf dem Bestsellerstapel vorne am Eingang nie etwas Passendes findet und immer nur das Gefühl hat, dass ewig der gleiche Kaffeesatz neu aufgebrüht wird, kann bei Self-Publishern im Internet fündig werden. Denn hier tummeln sich tatsächlich auch Bücher, die zwar haarscharf am Geschmack von Verlegern und Bestsellerkonsumenten vorbeisegeln – aber trotzdem brillant geschrieben sind und endlich mal frischen Wind in den Buchmarkt bringen. Diese Bücher und Texte zu finden, gleicht einer spannenden Detektivarbeit und macht Lesen endlich wieder zum ganz persönlichen Abenteuer.