Das Beste am Norden…

…sind unsere Deiche

Liebe Leser!

Jetzt kommt noch das eigentliche Bild des Tages. Poppe und Gesa haben beschlossen, es sich richtig gut gehen zu lassen. Wiederkäuen kann man schließlich auch im Liegen. Kein Stress, keine Meetings, kein anderer Deich. 😀

In Echt ist der Schinken 30 x 70 cm groß, also schon so richtig watt für zum quer überm Sofa. Wieso das Foto jetzt so grisselige Streifen hat, ist mir allerdings nicht ganz klar. Ich hoffe nur, Poppe und Gesa haben das Gras wirklich gefressen, nicht geraucht…

P.S. Hm. Jetzt, wo das Bild online ist, sind die Streifen weg. Ich hoffe, ich hab das Gras nur gemalt…

Hundert Meisterwerke für Anfänger

Liebe Zuseher an den Apparaten daheim!

Heute widmen wir uns dem muhstischen Kuhbismus, einer Kunstrichtung, die in der abebbenden Postmoderne des frühen 21. Jahrhunderts aus der ostfriesischen Schule entsprang.

Zweifellos in einer späten Schaffensperiode entstanden ( nach dem Mittagessen ), gemahnt die perspektivisch ausgehebelte Schwarzbunte an frühe Werke des synthetischen Kuhbismus. Die Kuh bewegt sich hier zwischen figürlicher und abstrakter Erfahrung des Vegetativen. Damit zeugt das Gemälde von einem radikal neuen Umgang mit dem Milchvieh, bei dem die Künstlerin etwas ausdrückt. Nämlich Farbtuben.

Ein Tag ist ein Tag ist ein Tag

Liebe Leser!

Heute bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden. *quengel* Erstens bin ich zu doof, um nach Noten Klavier zu spielen. Ich kann nur ohne Noten.

Zweitens mußte Igor sich den ganzen Tag in ein Schafskostüm quetschen, um Modell zu stehen für die Vorlage zu einem neuen Banner, und jetzt ist er stinksauer auf mich. Ich hab nämlich alle Skizzen zerknüllt und weg geworfen. Igor will jetzt eine Diät machen und ich zweifel an meinem Talent. Damit ihr aber trotzdem was zu gucken habt, blogge ich einfach die Fingerübungen der letzten Tage.

( verkauft )

Hier seht ihr einen monumentalen Schinken aus der Rubrik „Touristenkitsch“, ich find es aber eigentlich trotzdem irgendwie gut. Besonders die Details.

In dieses pastose Gespachtel kann ich mich stundenlang vertiefen, danach kann man aber auch stundenlang duschen. Ich weiß gar nicht, wie ich das immer mache, dass ich mir die Farbe bis in die Kniekehlen schmiere…

Dann hab ich noch ein paar Aquarellstudien vor mich hin fabriziert, einfach weil’s Spaß macht:

Die Scans sind leider völlig schlecht geworden und geben die Originale gar nicht wider, aber ich geh jetzt trotzdem einen Apfel essen…

Abendstimmung mit Waldemar

Das Triptychon des Grauens ( verkauft )

Liebe Leser!

Erstmal muss ich kniefälligst und von Reue gepeinigt Abbitte leisten, weil ich im Moment so wenig Zeit habe mich um diese Seite zu kümmern. Dafür gibt es heute gleich drei Bilder in einem.

Eigentlich war das so. Vor ein paar Tagen hatte ich drei Sekunden der Muße, die ich sinnvoll nutzte, um mir selbst beim Aufräumen der Materialkisten unten im Bücherregal den Fremdwörterduden auf den Kopf zu werfen. Wie genau ich das jetzt geschafft habe, äh….egal, meine Leser wissen ja, dass ich, *hüstel*, zur Ungeschicktheit neige, also, ähm, ich bin immer manchmal gar nicht so praktisch veranlagt, wie ich selber glaube.

Auf jeden Fall fiel mir dieses Wort auf den Kopf: Triptychon. Sofort hörte ich – halleluuuuuja! – die Engel singen und war extrem inspiriert. Es kann natürlich auch an dem leichten Schlag auf den Hinterkopf gelegen haben, aber ich visionierte sofort diverse Triptichen. ( Den Plural hab ich bei der Gelegenheit direkt nachgeschlagen, und es gibt drei, aber dieser gefällt mir am besten. )

Ich wollte auch schon so lange Waldemar, den dynamischen Dackelmischling, malen und was lag da näher, als ihm eine Figur aus der Reihe meiner alten Damen an die Leine zu legen.

Ja, ich weiß, in der Kunst sind junge Nackedeis ein beliebtes Sujet, aber ich finde ältere Damen als Motiv absolut umwerfend. Wenn erst der Gatte totgepflegt ist, der Sahnetortenkonsum nicht mehr spurlos vorüber geht, die Kinder gut verheiratet und wieder geschieden sind, dann, ja dann fängt das Leben an!

In diesem Fall mit Waldemar.

Weil das Foto jetzt leider aufgrund des seit drei Monaten nicht mehr aufgetauchten Tageslichts nicht so der Hit ist, habe ich die „Hauptteile“ des Werkes einfach mal eingescannt:

Durch die perspektivische Hinwendung Frau Schmittenköttlers zum Betrachter des Bildes stellt die Künstlerin hier eine unmittelbare Konfrontation her. Betrachten wir das Bild, oder betrachet das Bild uns? Und haben wir letzten Samstag auch brav die Treppe geputzt? Der sowohl kalte als auch warme Lichteinfall aus zwei unterschiedlichen Quellen symbolisiert hier Frau Schmittenköttlers emotionale Ambivalenz in nachgeradezu naturalistischer Dramatik.

Frau Schmittenköttlers emotionale Hinwendung zu Waldemar, dem dynamischen Dackelmischling, findet hier ihren Niederschlag in der Einwirkung des warmen Lichteinfalls bei gleichzeitiger geistiger Abwendung ( siehe Blickrichtung ). Waldemar selbst verkörpert hier den stillen Helden, der tut, was ein Flohtaxi tun muss. *kratz* Die auf „Ohrzwang“ hindeutende Körperhaltung unseres Antagonisten demonstriert seine latente Abneigung gegenüber dem Zustand des Angeleintseins, wodurch sich Entfremdung und Bindung gleichermaßen selbst abstrahieren.

Aaah, das tat jetzt gut! Weiß gar nicht, wieso meine Deutschlehrer immer meinten, ich interpretiere am Thema vorbei, das mit dem Geschwafel klappt doch super!

Ich wußte beim Pinseln jedenfalls nicht, was das Bild alles aussagt…