Im Reich der Schatten

Liebe Leser!

Neulich haben wir mal wieder rumgesponnen und über ein Schattentheater nachgedacht, eines der vielen Projekte, die wir vielleicht irgendwann mal umsetzen. Wenn der Tag endlich 72 Stunden hat oder so. Auf jeden Fall dachte ich so über Schattenfiguren nach und zappzarapp war der Schritt zu Leinwandbildern im Schattentheater-Stil nicht mehr weit. Ich bin völlig hingerissen davon und möchte gern in dem Häuschen auf dem Bild einziehen. Im Moment habe ich das Rapunzel-Thema in Arbeit, weiß aber noch nicht genau, wie ich das Problem physikalisch lösen soll. Weil nämlich, ich will ja nicht schuld sein, wenn Rapunzel plötzlich Schwerkraft hat und aus dem Fenster kippt wie unser Kater vom Sofa. Der hat nämlich auch chronische Schwerkraft, und das ist nicht lustig!

Auf jeden Fall hab ich dann festgestellt, dass man das Thema Schatten auch lecker variieren kann, so wie hier:

Das Werk heißt glaub ich: „Das Kamel auf dem Bild ist störrisch und der dicke kleine Kalif zieht dran.“ Kurz: Der Streik. Tja, so ist das. Wenn Rapunzel fertig ist, zeig ich sie euch, mal gucken, ob sie dann aus dem Blog fällt. Übrigens, die Bilder gibt’s  auch zu KAUFEN, nä? Einfach den Shop anklicken, ich werde alt und brauch das Geld.

Always look on the bright side of life…*sing*…wo hab ich jetzt bloß den Ohrwurm her?

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Die Wüsten-Kogge

Hochverehrtes Publikum, liebe Leser!

Nachdem ich mich einige verregnete Tage sehr zum Leidwesen meiner Mitbewohner damit aufgehalten habe, mir selbst manisch zu beweisen, dass ich Tschaikowsky auf dem Klavier spielen kann, kam die Sonne raus und ich nahm wieder meine Streifzüge durch die ostfriesische Wildnis auf. Und was soll ich sagen – ich traf dieses Kamel. Um genau zu sein – es ist ein Trampeltier. Ein zweihöckriges Getüm, welches sich in friedlicher Eintracht mit einem Esel die Koppel teilt. Da soll nochmal einer sagen, die Nordlichter sind Fremden gegenüber verschlossen.

Bei meinem gestrigen Besuch an der Kamelkoppel hatte ich dann großes Glück. „Es“ stand direkt hinter der Hecke, als hätte es nur auf meinen Besuch gewartet. Ich beschloss also, die diplomatischen Beziehungen aufzunehmen. „Moin!“ rief ich. Das Trampeltier sah mich erwartungsvoll an und kaute angeregt auf seinen eigenen Lippen. Ermutigt durch diese Geste verbeugte ich mich und sagte ein Gedicht auf.

Äh…

Die Sonne brennt,

die Birne wird weich,

Du bist Suleika

Und ich bin der Scheich

Tja. Es kaute, gähnte, und streckte mir die Zunge raus. Ich dachte erst, das rosane Dingens ist ein HubbaBubba, aber es war tatsächlich die Zunge. Wahrscheinlich hätte ich sagen müssen „Ich bin Suleika, und Du bist der Scheich.“, aber ich hatte ja keine Zeit, das Spontangedicht zu überarbeiten. Diplomatisches Parkett ist eben glitschig.

Wenn das Wetter es zuläßt, werde ich es heute also nochmal versuchen. Mal sehen, ob ich diesem Wüsten-, äh, Wattschiff, nein, dieser Wüstenkogge nicht doch ein Grinsen entlocken kann…