Schaf, schärfer, getöpfert!

Liebe Leser!

Während der monumentale Gips-Igor auf dem Bauch liegt zum Trocknen und auf sein Shooting wartet, übernehmen heute interimsweise diese Schafe die Macht im Blog.

Schafe sind eine faszinierende Spezies. Ich persönlich habe zum Beispiel mal über ein Jahr lang mein Zimmer mit einem geteilt. Fast. Also, um ehrlich zu sein, das Schaf wohnte auf der anderen Seite der Wand – auf der Wiese hinterm Haus. Da ich gerne bei offenem Fenster schlafe, war ich so in der glücklichen Lage, auf das Hörbuch zum Einschlafen zu verzichten. Die ganze Nacht ging das: Rupf. Kau. Rupf. Kau. Böhöhöhöhöhöööööööö…

Jetzt mal ohne Witz, wie man es schafft, mit vollem Mund so inbrünstig zu blöken, ohne die angesabberten Grashalme wieder über die ganze Wiese zu verteilen, hat mich zutiefst bewegt.

Naja. Die Herrschaften auf dem Bild heißen jedenfalls Molly, Holly, Gisbert und Bello. Fragen Sie mich aber nicht, wer da wer ist…

Tante Matta auf Sylt

Liebe Leser!

Heute entfliehen wir dem unwirtlichen Wetter und träumen uns mit Tante Matta in die Dünen. Matta hat im Preisausschreiben eine Woche Urlaub gewonnen und genießt nun die Sonnenstrahlen, den Wind in der Dauerkrause und das Salz auf der Haut.

Heute morgen wußte ich einfach – es ist wieder so weit, ich muss aus einem Klumpen Lehm einen Menschen erschaffen! Nein, um ehrlich zu sein, war das so: Die Königstochter, Jüngste!, hat mir vor ein paar Jahren diesen prächtigen Stein geschenkt, als wir in den Ruhrwiesen spazieren waren. Weil ich aber jetzt alles ausmiste, was beim nächsten Umzug nicht unbedingt mit muss, hatte ich plötzlich diesen Stein in der Hand und konnte mich nicht von ihm trennen. Also hab ich kurzerhand Kunst drauf gesetzt.

Als ich den Ton auspackte, wußte ich auch sofort, dass es Matta sein muss, diese charmante pummelige Dame, die mit ihrer weltabgewandten Sinnlichkeit ganz für sich das Leben genießt. Und wie Matta und ich dann da so saßen und matschten und plauderten, klingelt das Telefon. Oh, neeeee, hab ich gesagt, ich bin doch gerade bis an die Ellenbogen mit Ton verschmiert!

Irgendwie hab ich es aber doch geschafft, abzuheben, da ist eine gewisse Frau Lekkerstrom am Telefon! Frau Lekkerstrom holte einmal tief Luft und ließ einen dermaßen rhetorisch geschulten Redeschwall auf mich los, dass ich dachte, ich bin bei den Scientologen! Kurz, bevor sie blau anlief, wagte ich einzuhaken: „Äh, entschuldigen Sie, versuchen Sie gerade, mir was zu verkaufen? Weil, ich hab gerade eben Tante Mattas Arm verschlickert und müßte jetzt mal ganz zügig die Finger anarbeiten…“

Frau Lekkerstrom hat das dann auch sofort verstanden. Also, sie will dann nächste Woche nochmal anrufen. Ich denke mal, ich werde dann Igor ans Telefon gehen lassen.