Das Ostfriesenteemädchen

Lieber Herr Resl, Herr Yps, und alle wie’se da sind!

Nachdem eine hinterhältige Hexe auf mich geschossen hatte und ich mich mit einem Körnerkissen auf dem Buckel vergnügen durfte ( das kommt davon, wenn man nachts bei offenem Fenster lecker am Rechner hockt und rumprotzt, dass man jetzt wieder ganz viel bloggen wird, und dann kriegt man Zuch und peng! ), gibt es heute endlich wieder was lustiges zu berichten.

Ich bin nämlich jetzt Ostfriesenteefrollein! Das wollte ich immer schon mal werden wenn ich groß bin, aber im Pott sind die Brotjobs in ostfriesischen Teestuben ja nun mal rar gesät. Gestern hatte ich meinen ersten Tag und durfte professionell Ostfriesentee zapfen, in einer riesigen Diele von 1851, mit Kamin!, sehr muckelig. Als ich die 5000 Teekännchen im Schrank gesehen habe, bin ich hyperventilierend hinten über gekippt und dachte „Gezz isset so weit, gezz bin ich inne Puppenstube, die ich mir früher nie leisten konnte!“

Ich wollte dann eigentlich gar nicht nach hause und in meiner Diele weiter machen, in der, die wo mal das neue Atelier wird. Da bin ich nämlich gerade damit beschäftigt, dieses hundert Jahre alte Wunderwerk der windschiefen Technik zu entrümpeln, und das ist ein bißchen so wie in einem Horrorfilm aus den Achtzigern – man hat immer ein bißchen Angst, Lebensformen aufzuschrecken, die dann die Weltherrschaft an sich reißen, und dann bin ich schuld! Bis jetzt hab ich aber nur 14.384 Spinnen in allen Formen und Farben aufgeschreckt. Die rennen dann immer schreiend auseinander und finden mich voll ekelig, weil ich so riesig bin und nur zwei Beine und einen Akkuschrauber habe.

Naja, äh, irgendwie werden wir uns schon arrangieren, die Spinnen und ich. Als Erfolgsmeldung kann ich noch vermelden, dass die ersten selbstgesäten Radieschen und Erbsen aus dem Boden gucken, den ich Ostfriesland mit dem Spaten abgetrotzt habe. Das Problem ist nur: Ich hab aber jetzt Hunger! Diese verdammte Landluft… Ich könnte mich auch schon wieder hinlegen… *schnarch* …

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