Finde den Fehler!

Liebe Gemeinde!

Heute seh ich wieder aus wie die Königin der Ferkels, was eigentlich auch schon wieder eine Zeichnung wert wäre… Jeder Kreative unter meinen Lesern kennt das – wenn die Werke fein und sauber sind, ist man selber porentief dreckig. Aber am allerallerfiesesten ist ja Pastellkreide. Dieser bunte, feine Puder ist wie das Böse – immer und überall. Besonders unterhaltsam ist Pastellmalerei, wenn man mit einer himmelblauen Nase und grüner Stirn dem Briefträger die Tür aufmacht und der einen anguckt, als wüsste er nicht genau, ob man nun ein Picasso ist oder einfach zu blöd für Lidschatten. Leiden für die Kunst!

Naja. Auf jeden Fall hab ich am Wochenende so viele Pastelle geschmiert, das jetzt ein kleiner IQ-Test dabei heraus kam. Welches Motiv paßt nicht in die Reihe? Als Tipp kann ich ja noch geben, dass ich sturmfreie Bude hatte und mich mit meinen Strandidyllen am Küchentisch ausgebreitet habe, weil, äh, von da hat man ganz guten Blick auf den Fernseher…

Zur Beruhigung meiner Mitbewohner möchte ich aber noch erwähnen, dass ich die 3 cm dicke Pigmentschicht akribisch wieder vom Tisch entfernt habe, bevor ich den Brotteig geknetet habe! Landleben ist wirklich der puuuure Stress! 😉

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Aus der Mitte entspringt ein…äh…

So, für einen meiner Lieblingsleser, den Herrn Resl aus Linz an der Torte, kommt jetzt die Interpretation zum Mittelteil von Waldemar, dem dynamischen Dackelmischling!

Also, auf diesem monumentalen Werk im Format 8 x 10 cm sieht man jetzt natürlich nicht Waldemars Mitte, sondern die seiner Leine.

Dann wollnwa doch ma loslegen! *räusper*

Das Werk „Waldi an der Leine“ präsentiert sich hier als unmittelbare Nachfolge der Interieurbilder von Hans Hohlkopf dem Jüngeren, allerdings ohne Interieur. Es kann also als klassischer Stilbruch in der Genremalerei gelten und symbolisiert durch das pulsierende Rot der Leine Waldemars innere Zerrissenheit im Kampf des Eros mit Thanatos.

Waldemar stellt sich uns also dar als die hundgewordene Rekapitulation der Einmündung von geschlechtlicher Not in die soziale Katastrophe des beginnenden 21. Jahrhunderts. Durch die düstere Morbidität der Farbgebung führt die Künstlerin hier konsequent fort, was sie in dem Werk „Wenn keiner guckt“ bereits angedeutet hat: ( Moment, ich muss eben mein eigenes Werk aus dem Internet klauen…*zunge in den mundwinkel klemm*… )

So, feddich! Wo war ich? Ach ja! Waldemar…äh…Beklemmung…Mist, jetzt bin ich raus! 😀

Öhm, eigentlich wollte ich heute auch über was ganz anderes referieren! Ich hab da nämlich…Moment…

Also, ich hab heute mit meiner Pastellkreide gespielt, und was liegt da näher, als einen Degas zu verhunzen. Was mein Scanner allerdings jetzt aus diesem Leinenkarton gemacht hat, ist mir völlig schleierhaft. Sieht voll sch…schrottig aus!

Auf jeden Fall wollte ich erzählen, dass Degas mich als Kind so fasziniert hat, dass ich als Berufswunsch entweder Pastellmaler werden wollte oder Starsky und Hutch.

Ich bin dann Frau Groka geworden, und an Bad-Hair-Days seh ich auch ein bißchen aus wie Detective Starsky, also sind eigentlich alle meine Träume wahr geworden. Das Leben ist schön!

P.S. Morgen bin ich übrigens auf einer Art „Dienstreise“, also, ich bummel mit dem Zug rauf in die „Bärenstadt“ Esens. Ich hoffe nur, dass mich da kein Bär angreift, im Norden hats ja nicht so viele Bäume, auf die man sich flüchten könnte, aber ich hab Bananenkuchen im Rucksack. Vielleicht kann ich die ostfriesischen Bären damit ablenken. Sonst werf ich halt mit Kluntje. *klonk*