Verarschen kann ich mich alleine!

Frau Groka versenkt ihren Handschuh

Liebe Leser!

Heute hat die liebe Frau Groka, also ich, einen toten Punkt, der ist so lang, das ist schon ein toter Strich. Weil nämlich – heute habe ich im Garten das Johanniskraut geschnitten, und das soll ja die Nerven beruhigen. Danach hab ich es im Arbeitszimmer zum Trocknen aufgehängt und weiter so vor mich hingearbeitet und dann muss ich sagen…*gääääähn*…ich war dann nach einer Stunde sowas von beruhigt, ich musste mich erst mal hinlegen. Das Zeug wirkt echt bombe. Dann lag ich da aber so rum und konnte die Klüsen nicht offen halten, schlafen konnte ich aber auch nicht. Und dann kam der Ohrwurm. „Im Wagen vor mir sitzt ein schönes Mädchen…hübsches Mädchen? Nee, wie ging das denn…ich seh zwar nix, doch sie scheint hübsch zu sein…“. Ich möchte den Texter des Liedes bitte gerne verklagen. Auf jeden Fall war es vorbei mit der Mittagsruhe und ich hab dann beschlossen, Ingwertee mit Guevara zu trinken. Guarana. Ist ja auch egal. Jedenfalls konnte ich die Teebeutel nicht finden und musste dann in meinem massiven Erschöpfungszustand eine digitalisierte Wiederholung von „Hart aber herzlich“ gucken. Ihr wisst schon. „Das ist mein Boss. Jonathan Hart. Ein Selfmade-Millionär. Der hat Nerven…“.  Oh. Mein. Gott. Also dachte ich, na gut, ob ich weiter das digitalisierte Orange von Missus Harts Bluse ertrage oder mir einen Tritt gebe um künstlerisch tätig zu werden, ist Jacke wie Hose. Dann kann ich Euch auch an meiner Blödheit teilhaben lassen. Ich hab nämlich gestern…nee, ich muss anders anfangen. Wir versuchen ja, unserem kleinen Stück Ostfriesland ein Körbchen voll Selbstversorger-Gemüse abzuringen. Und da muss man natürlich gießen. Jetzt haben wir neuerdings so einen Rasensprenger mit acht verschiedenen „Spreng-Modi“, also das Ding kann im Kreis, im Quadrat, im Zickzack, herzförmig, Rautenmuster usw. Dummerweise liegt aber der Brauchwasseranschluss hinten im Flur, und da muss der Schlauch dran. Weil das jetzt aber immer ein bisschen suppt und das Wasser ja nicht auf die hippen 70er Jahre Fliesen im Popokatepeteldesign dröppeln soll, hänge ich den Schlauch immer in einen Eimer. Damit der Eimer nicht umkippt, wenn ich von draußen am Schlauch zerre ( ich werde nie erleuchtet, ich bin einfach zu ungeduldig ), lege ich auf den Schlauch in dem Eimer immer einen Ziegelstein. Meistens murmele ich dann noch: „Mir ist, als hätte ich Wackersteine im Bauch…“ und erinnere mich selber daran, dass ich auf jeeeeeden Fall die Gartenhandschuhe ausziehen muss, wenn ich nach dem Gießen den Stein aus dem vollen Eimer hebe, um den Schlauch wieder raus zu holen. Also, das Procedere ist immer: Handschuh aus, Stein raus, Schlauch raus, Eimer auskippen. „Eimer auskippen“, was rede ich hier für einen umgangssprachlichen Scheiß, ich kippe natürlich nicht den Eimer aus, woraus auch, sondern das Wasser aus dem Eimer. Also, nochmal von vorne: Die grobmotorische Meisterleistung heißt Handschuh aus – Stein raus – Schlauch raus – sprachliche Ungenauigkeit auskippen.

Aber gestern – Ihr ahnt bereits, was passiert ist… *schlorp*

Der Handschuh ist immer noch nass…