Heute, in Esens…

Liebe Leser!

Ähm, nochmal für alle, die es nicht wissen: Ich bin ja jetzt zugewanderte Ostfriesin und hab aus dem Pott rüber gemacht. Ich habe also jetzt quasi eine „Wahlheimat“, was für eine Künstlerin natürlich sagenhaft interessant klingt und enorm wichtig ist für die Vita.

Und heute bin ich dann da so rumgeschlendert, in meiner Wahlheimat Esens, guckte mir die ganzen Ostertouristen an und lauschte auf die vertrauten Klänge meiner Ex-Heimat. „Kumma hier, Mudder, krisse Wattlatschen für 8 Euro!“ oder „Leck mich fett, Eisbecher dreifuffzich!“

Ich streckte genüßlich auf einer Parkbank am Kirchplatz die Füße von mir, wackelte zufrieden mit den Zehen, da kam er längsseits. Rüdiger. ( Name von der Red. erfunden ). Im Schlepptau: Mutti und Tante Matta.

Mutti beguckte sich das gusseiserne Brathähnchen am Kriegerdenkmal und fragte: „Achtzenn sibbzich? Watt war datt denn für’n Kriech?!“ ( Nun, äh, ich will ja keinem was böses, aber die Generation ist ja für ihr politisches Vergessen schon irgendwie bekannt… )

Rüdiger schleckte an seinem Eis ( bestimmt von Tante Matta spendiert ) und schulmeisterte hochnotwichtig: „Deutschland gegen Frankreich!“ Wofür hat man den Jungen schließlich jahrelang in die Schule geschickt…

Ich räkelte mich, stöpselte mir still in mich hinein grinsend die Sonnenbrille auf die Nase und dachte: „Jaja, Deutschland gegen Frankreich. 1 : 0. Mit Zinedine Sedan…“

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