Schuld und Sühne!

Der Linolschnitt des Grauens…

Liebe Leser!

Also, da hat mich doch jemand gefragt, ob es zu meinem Bild von Dimitri Karamasow auch ein Bild vom Autoren gibt. Angefügt ist ein Link, der tatsächlich zu einer großartigen Sammlung von Dostojewski-Portraits jedweder Sorte führt. Das macht voll Laune, sich da durch zu klicken!

Jetzt hab ich mir aber gedacht, hmmm, Dostojewski-Portraits gibt es wohl wirklich genug, was ich aber seit Jaaahren machen will…nee, ich muss andersrum anfangen. Seit ich zum erstenmal die Filme von „Wallace und Gromit“ gesehen habe, und das ist laaange her, spukt mir im Kopf herum, dass ich unbedingt mal ein Portrait machen will von Fido Dogstojewski. Denn ( Kenner erinnern sich ), als Gromit im Knast gelandet ist, liest er „Crime and Punishment“ von Fido Dogstojewski. Dass außer mir noch jemand die Logik erkannt hatte, dass ein Hund im Knast Dogstojewski lesen muss, hat mir damals tiefen inneren Frieden geschenkt. Ich fühlte mich als „dogstojewskischer Charakter“ ( also als Idiot ) nicht mehr so allein auf der Welt! *schnief*

Tja, und daran haben mich diese ganzen Dostojewski-Portraits erinnert und ich wußte, was ich mit der Linolschnittschnitz… Linolschnitzel? Na, mit dieser Platte, die hier seit Tagen rumliegt, zu tun habe!

Jetzt mal ohne Witz, Linolschnitt hab ich seit der Schule nicht mehr gemacht, und damals hat einem ja auch kein Mensch gesagt, dass man die Platte einfach mal auf eine Wärmflasche legen kann, damit die weich wird und sich überhaupt verarbeiten läßt! Aber auch wenn man das Material anwärmt, man fühlt sich schon so ein bißchen wie Käthe Kollwitz an einem schlechten Tag, wenn man da *gnnnnnnn* mit zusammengebissenen Zähnen in dem Zeug rumschnitzt. Kein Wunder, dass Linolschnitte irgendwie immer ein bißchen verhärmt aussehen…

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3 Kommentare zu “Schuld und Sühne!

  1. Wallace & Gromit schau ich auch immer wieder gerne an – auf Video – nein, nicht auf DVD (für die Leser, die es nicht wissen, Videos sind diese Dinger mit den langen dunkelbraunen Bändern innen drinnen, die sich dann irgendwann mal verknoten …)
    Also, nochmal: ich bin ja auch immer fasziniert von den Details in diesen genialen Filmchen . Aber der Dogstojewski ist mir noch nicht aufgefallen – man lernt nie aus!
    Danke, Elisa!

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  2. Hach, Sigi, verwandte Seele du! Ich bin jetzt aber grün vor Neid. Ich hab nämlich im Keller drei von diesen großen schwarzen Dingern, wo die braunen Bänder drin sind, und da ist die russische Verfilmung von Krieg und Frieden aus den späten Sechzigern drauf – absolut rares zeitgeschichtliches Dokument, und ich sterbe vor Neugier. Aber immer, wenn ich versuche, die Cassetten in meinen DVD-Player zu stecken ( ich sag dann auch immer: „Schöööön weit aufmachen, tut gar nicht weh!“ ), dann hustet der mir was…

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  3. wer Dostojewski liest, darf sich wahrhaftig besser fühlen, und wer seine Werke studiert, der hat schon einen großen Schritt getan, um ein besserer Mensch zu werden! – Toller Linolschnitt – die Schnauze gefällt mir 🙂

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