Wie teuer kommt die Tanne?

Mein Gütt näää, war das heute wieder herrlich absurd. Ich bin ja „gebürtich vonne Bebelstraße“, das heißt – ich durfte die ersten, so prägenden Jahre meines Spracherwerbs im schönen Oberhausen erleben. Für alle, die es nicht wissen: Oberhausen ist das schmuddelige Dorf vor Essen, die „Wiege der Ruhrindustrie“. Und, also, ähm, die hamm mich da schonn als Köttel völlig falschen Deutsch gelernt. Noch heute klingen Sätze wie „Kommt auf den Pommes noch watt drauf?“ wie Musik in meinen Ohren, ja, die Melodie der Heimat erklingt für mich, wenn die Oppas im Bus sich mit „Na, du alten Knöttersack!“ liebevoll begrüßen. Nichts ist schöner als ein anständiger Ruhrgebiets-Akkusativ…

Deshalb mische ich mich auch immer wieder gern mit diesem Plastikkörbchen am Arm im Edeka unter die Ommas, die da zu unerträglicher Schlagermusik in Altenheimlautstärke ihre Wägelchen durch die Gänge schieben. Und heute stürmte dann eine Omma mit einem Bund Tannengrün an mir vorbei und schenkte mir diesen wundervollen Satz: „Wie teuer kommt die Tanne!?“

Tja, da wußte ich es – es wird Weihnachten im Ruhrgebiet!

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